Antisemitische Angriffe auf die Unionsbrauerei
10. August 1905
München-Haidhausen * Auch die von jüdischen Unternehmern geführte Unionsbrauerei wird Ziel antisemitischer Kampagnen. In der „Münchener Bier-Chronik“ vom 10. August 1905 wird ihr Bier als die „letzte Brühe“ und als „Dividenden-Wasser“ verunglimpft. Hinter der vermeintlichen Kritik an der Qualität des Produkts stehen vielfach Ressentiments gegen jüdische Geschäftsinhaber und deren wirtschaftlichen Erfolg.
Der Vorfall zeigt, wie antisemitische Vorurteile zu Beginn des 20. Jahrhunderts zunehmend auch im Wirtschaftsleben öffentlich verbreitet und zur Diffamierung jüdischer Unternehmen eingesetzt werden.
Straße:
Einsteinstraße 42
📍 Ort
Personen:
Schülein Joseph Brauer
Schlagwörter:
Juden, Antisemitismus, Zeitung: Münchener Bier-Chronik, Dividenden-Wasser, Unionsbrauerei