Frühe Hinweise auf Bier in Oberfranken
Um -800
Kasendorf * Aus der frühen Hallstattzeit stammen einige der ältesten Hinweise auf ein bierähnliches Getränk im Gebiet des heutigen Deutschlands. In einem Grabhügel im Pfarrwald bei Kasendorf nahe Kulmbach entdecken Archäologen große Keramikgefäße, die als Grabbeigaben dienen.
In einem der Vorratsgefäße finden sich dunkle organische Rückstände. Der Ausgräber deutet sie als Reste eines vergorenen Getränks, das möglicherweise aus Getreide oder Fladenbrot hergestellt wird. Das Gefäß wird deshalb als „Bieramphore“ bezeichnet.
Ob es sich tatsächlich um Bier im heutigen Sinne handelt, lässt sich nicht zweifelsfrei nachweisen. Der Fund gehört zur frühen Hallstattkultur, deren Bevölkerung ethnisch nicht eindeutig zugeordnet werden kann.