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Fakten

Zehntausende versammeln sich zum Trauerzug für Kurt Eisner 

26. Februar 1919

München * Unterhalb der Bavaria versammeln sich um 8 Uhr Zehntausende zum Abschied von Kurt Eisner. Rund 500 Ordner aus Gewerkschaften und Sozialdemokratie begleiten die Veranstaltung. Arbeiterchor und Chor des Nationaltheaters tragen mit musikalischer Begleitung Eisners „Gesang der Völker“ vor. 

Kurz nach 9 Uhr setzt sich der Trauerzug zum Ostfriedhof in Bewegung. An seiner Spitze gehen eine Militärkapelle und der Chor des Nationaltheaters. Es folgen Vertreter sozialistischer Parteien, Gewerkschaften und der Stadtgemeinde, Künstler, Soldaten, russische Kriegsgefangene und zahlreiche weitere Trauernde. 

Der etwa eineinhalb Kilometer lange Zug führt über die Nußbaumstraße, den Sendlinger-Tor-Platz, die Fraunhoferstraße und den Nockherberg zum Ostfriedhof. Zehntausende säumen die Straßen. Manche steigen auf Bäume und Denkmäler, um den Zug sehen zu können. Rote Fahnen und revolutionäre Losungen prägen das Bild. 

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