Carl Amery kritisiert den Umgang mit der Gründung des Freistaats Bayern
München * Der Schriftsteller Carl Amery kritisiert, dass Bayerns Regierende den Namen „Freistaat“ häufig verwenden, dessen Entstehung in der Revolution vom November 1918 aber kaum öffentlich würdigen. Er schreibt: „Es gehört zu den Merkwürdigkeiten Bayerns, dass der Geburtstag eines Staatsnamens, dessen sich die weißblauen Regierenden bis zum letzten Überdruss bedienen, niemals festlich begangen wurde – und wohl auch nie begangen werden wird.“
Amery verweist damit auf den Widerspruch zwischen der Berufung auf den Freistaat und der mangelnden Erinnerung an seine republikanischen Ursprünge und seinen Gründer Kurt Eisner.