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Um 420
Augustinus deutet Magie als dämonische Täuschung 

Hippo Regius im heutigen Algerien * Der Kirchenlehrer Augustinus beschäftigt sich mit heidnischen Kulten, Wahrsagerei, Astrologie, Amuletten und magischen Praktiken. Die antiken Götter betrachtet er nicht als wirkliche Gottheiten, sondern als Dämonen, die Menschen täuschen und vom christlichen Glauben abbringen. Wer sich auf abergläubische Rituale einlässt, geht nach seiner Auffassung eine verhängnisvolle Gemeinschaft mit diesen Mächten ein. Augustinus prägt damit das mittelalterliche Verständnis von Magie und Dämonen. Das spätere Bild der Hexe und die ausgearbeitete Vorstellung eines Teufelspakts kennt er jedoch noch nicht. 

Um das Jahr 650
Der „Gerechte Krieg“ als Rechtfertigung der Kreuzzüge

Rom * Im 7. Jahrhundert wird die „augustinische Definition“ präzisiert: „Gerecht ist ein Krieg, der nach Warnung geführt wird, um Güter zurückzugewinnen oder Feinde zurückzuschlagen.“

Genau dieses Argument dient zur Rechtfertigung der Kreuzzüge, die sich zum Ziel gesetzt haben, die „heiligen Stätten“ zurückzugewinnen, da sie unzulässigerweise von den „Ungläubigen“ besetzt worden sind.