Fritz Kreutzkamm übernimmt die Unternehmensleitung
Dresden * Max Kreutzkamm stirbt. Sein Sohn Fritz führt die Geschicke des Unternehmens weiter.
Dresden * Max Kreutzkamm stirbt. Sein Sohn Fritz führt die Geschicke des Unternehmens weiter.
Dresden * Der Kreutzkamm-Betrieb am Dresdner Altmarkt wird in der Nacht vom 13. auf den 14. Februar 1945 in Schutt und Asche gelegt.
Regensburg - Vilsbiburg * Fritz Kreutzkamm kommt in ein amerikanisches Kriegsgefangenenlager bei Regensburg. Dank seiner ausgezeichneten Englischkenntnisse wird er der Dolmetscher-Kompanie zugeteilt. Nach seiner Entlassung geht er nach Vilsbiburg, wo er auch seine Mutter wieder trifft. Er nutzt das reiche Vorkommen der Flusskrebse in der Vils, um ein neues Geschäft aufzubauen, indem er die Krustentiere fängt und in Brennnesselblätter verpackt lebend mit dem Zug nach München verschickt.
Garmisch-Partenkirchen * Nachdem sich der Handel mit Süßwasserkrebsen als reines Saisongeschäft erweist, tritt Max Kreutzkamm erneut in den Dienst der amerikanischen Streitkräfte. Als General Manager übernimmt er die Leitung des Garmischer Eisstadions und die Oberaufsicht über die Kantine sowie das angeschlossene amerikanische Lebensmittellager.
Garmisch-Partenkirchen * Mit der Rückgabe des Garmischer Eisstadions an die Gemeinde Garmisch-Partenkirchen endet Fritz Kreutzkamms Tätigkeit für die amerikanischen Streitkräfte. Bei Aufenthalten in München erkennt er den großen Bedarf an Süßwaren und Konditoreiprodukten. Er beschließt, wieder als selbstständiger Konditor zu arbeiten, holt seinen früheren Dresdner Betriebsleiter nach Garmisch und beginnt noch vor Weihnachten mit der Herstellung der berühmten Kreutzkamm-Stollen.
München-Lehel * Fritz Kreutzkamm führt die Produktion in neuen Räumen in der Christophstraße im Münchner Stadtteil Lehel fort. Damit beginnt der Aufbau des Unternehmens am neuen Standort in München.
München-Graggenau * Fritz Kreutzkamm übernimmt ein Café in einer Baracke in der Burgstraße und eröffnet es unter dem Namen „Guglhupf“. Das Café entwickelt sich schnell zu einem beliebten Treffpunkt. Gleichzeitig erweitert er sein Angebot: Seine handgedrehten Käsestangen finden im nahegelegenen Hofbräuhaus großen Zuspruch und werden später auch auf dem Münchner Oktoberfest erfolgreich verkauft.
München-Kreuzviertel * Fritz Kreutzkamm übernimmt das Café Eyerich in der Maffeistraße.
München-Kreuzviertel * Das Münchner Kreutzkamm-Stammhaus in der Maffeistraße wird erweitert und mit einer neuen Inneneinrichtung ausgestattet. Die Gestaltung knüpft bewusst an das ehemalige Stammhaus in Dresden an und erinnert an dessen traditionsreiche Geschichte. Auch die beim Luftangriff auf Dresden verlorenen Canaletto-Stiche werden nach und nach auf dem Antiquitätenmarkt wiederbeschafft.
München-Bogenhausen * Der große Zuspruch macht schon bald eine Erweiterung der Produktionskapazitäten erforderlich. Fritz Kreutzkamm erwirbt ein Grundstück an der Kastenbauer-/Zamdorfer Straße in Bogenhausen und errichtet dort eine neue Backstube. Mit der Verlagerung der Produktion schafft das Unternehmen die Voraussetzungen für weiteres Wachstum und die Belieferung seiner Münchner Cafés.
München-Maxvorstadt * Nach der Schließung des „Café Guglhupf“ verlegt Fritz Kreutzkamm den Cafébetrieb in einen Behelfsbau an der Königinstraße nahe dem Englischen Garten. Unter dem Namen „Café Monopteros“ entwickelt sich das Kaffeehaus zu einem beliebten Treffpunkt, insbesondere für Studierende. Nachdem für die Königinstraße ein Baustopp verhängt wird und der Fortbestand des Gebäudes gesichert ist, investiert Kreutzkamm in den Standort und führt das Café bis 1975.
München-Kreuzviertel * Nach dem Tod von Fritz Kreutzkamm übernimmt seine Frau Friederike die Geschäftsführung des Familienunternehmens. In der Maxburg an der Pacellistraße eröffnet sie zudem eine kleine Confiserie, die sich erfolgreich etabliert.