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12. Dezember 1705
De Wendt wird Stadtkommandant von München

Wasserburg - Burghausen - München * Die Kaiserliche Administration verstärkt die Besatzung Wasserburgs auf rund 1.700 Mann und überträgt Generalwachtmeister Georg Friedrich Freiherr von Kriechbaum den Oberbefehl. Mit den bisherigen Operationen des Obersten Johann Baptist de Wendt gegen die Aufständischen im Raum Burghausen ist die Verwaltung unzufrieden. 

De Wendt wird deshalb nach München zurückbeordert und zum Stadtkommandanten ernannt. Wenige Tage später übernimmt er eine entscheidende Rolle bei der Verteidigung der Hauptstadt gegen die anrückenden Oberländer. 

24. Dezember 1705
Die Unterländer bleiben östlich von München gebunden

Steinhöring - Anzing * Das unterländische Aufgebot unter Johannes Hoffmann steht im Raum östlich von München. Zeitgenössische und spätere Angaben beziffern seine Stärke auf bis zu 16.000 Mann; eine genaue Zahl ist nicht gesichert. 

Kaiserliche Truppen unter Generalwachtmeister Georg Friedrich von Kriechbaum müssen sich bis nach Anzing zurückziehen, stehen aber einem ungehinderten Vormarsch der Unterländer entgegen. Die erhoffte Vereinigung mit den Oberländern bleibt aus.

25. Dezember 1705
Kaiserliche Verstärkungen erreichen den Gasteig

München - Gasteig - Au * Gegen 7 Uhr trifft die vorausgeschickte kaiserliche Kavallerie unter Oberst Johann Graf von Eckh trifft am Gasteig ein. Da die Aufständischen die Isarbrücke versperren, weichen die Reiter in die Au aus und suchen beim Radlwirt eine Furt, um den Fluss zu überqueren. 

Wenig später erreicht auch die Infanterie unter Generalwachtmeister Georg Friedrich Freiherr von Kriechbaum den Gasteig. Vier Kanonen nehmen den von den Aufständischen besetzten Roten Turm unter Beschuss.