Franz Lenbach kommt in Schrobenhausen zur Welt
Schrobenhausen * Franz Lenbach kommt in Schrobenhausen als 13. Kind seines Vaters, des Stadtbaumeisters Franz Joseph Lempach, und als drittes Kind seiner Mutter Josefa, eine geborene Herker, zur Welt.
Schrobenhausen * Franz Lenbach kommt in Schrobenhausen als 13. Kind seines Vaters, des Stadtbaumeisters Franz Joseph Lempach, und als drittes Kind seiner Mutter Josefa, eine geborene Herker, zur Welt.
München * Franz Lenbach kommt nach München und beginnt dort sein Studium in der Zeichenklasse von Professor Hiltensperger an der Akademie der Bildenden Künste.
München * Der neu berufene Professor Karl von Piloty unterrichtet Franz Lenbach.
Weimar * Franz Lenbach wird als Lehrer der historischen Malerei an der neuen Kunstschule in Weimar angestellt.
München * Wieder zurück in München fertigt Franz Lenbach für den Kunstsammler Adolf von Schack Kopien an. Es folgen längere Reisen nach Italien, Basel, Paris und Madrid.
München-Maxvorstadt * Franz Lenbach mietet in der Augustenstraße 10 ein Atelier.
München-Maxvorstadt * Richard Wagner sitzt bei Franz Lenbach für ein Porträt Modell.
München-Maxvorstadt * Richard Wagner sitzt bei Franz Lenbach für ein Porträt Modell.
München * Die Künstlervereinigung Allotria trägt dem aufstrebenden Maler Franz Lenbach die Ehrenmitgliedschaft an.
München * Die Künstlervereinigung Allotria wählt Franz Lenbach zu ihrem Präsidenten auf Lebenszeit.
München * Franz Lenbach wird in den persönlichen Adelsstand gehoben.
München-Kreuzviertel * Die Künstlergesellschaft Allotria findet auf der Suche nach einem geeigneten Treffpunkt einen Ort an der ehemaligen Stadtmauer. Dort steht das historische Hofbrunnenhaus „Beim Leinfelder“, ein Relikt der früheren Hofleinwandkammer. Der Architekt und Kunsthandwerker Lorenz Gedon entwirft ein Vereinshaus, das ganz auf die Bedürfnisse der Künstler zugeschnitten ist – mit Ateliers, Gesellschaftsräumen und Raum für das gesellige Vereinsleben.
Durch die Initiative des langjährigen Allotria-Präsidenten und Malerfürsten Franz von Lenbach gewinnt auch das Projekt eines Münchner Künstlerhauses entscheidend an Dynamik. Die Stadt München und das Königshaus überlassen der Künstlerhauskommission ihre Grundstücke am Maximiliansplatz zu einem symbolischen Kaufpreis. Darüber hinaus stellt die Stadt einen Zuschuss zu den Baukosten bereit und schafft damit die finanzielle Grundlage für die weitere Planung.
München-Maxvorstadt * Franz von Lenbach erwirbt die größere Südhälfte des Heß-Anwesens in der Luisenstraße 16 (heute HsNr. 33).
Rom * Franz von Lenbach löst sein römisches Künstleratelier auf.
Breslau * Franz von Lenbach heiratet Magdalena von Moltke in Breslau.
München-Maxvorstadt * Franz von Lenbachs Ateliergebäude in der Luisenstraße 33 ist bezugsfertig und wird vom Ehepaar Lenbach bewohnt.
München-Maxvorstadt * Franz von Lenbachs Residenz an der Luisenstraße 33 ist fertiggestellt.
München-Kreuzviertel * Der Platz vor dem künftigen Künstlerhaus erhält zu Ehren des Malerfürsten Franz von Lenbach seinen Namen.
München * Franz von Lenbachs Tochter Marion kommt zur Welt.
München-Kreuzviertel * Die Entscheidung als Standort „Beim Leinfelder“ als endgültigen Bauplatz des Münchner Künstlerhauses. Die Künstlergenossenschaft übernimmt selbst die Bauherrschaft. Mit der Planung wird der Architekt Gabriel von Seidl beauftragt. Er entwirft ein repräsentatives Gebäude im Stil der italienischen Renaissance – ein architektonisches Bekenntnis zum kulturellen Selbstverständnis und hohen Anspruch der Münchner Künstlerschaft.
Zur Finanzierung des Bauvorhabens leisten Veranstaltungen wie das „Winterfest der Münchner Künstler“ und das „Arkadienfest“ einen wichtigen Beitrag. Gemeinsam mit zahlreichen Spenden kommen rund 320.000 Mark zusammen. Den Vorsitz der Baukommission übernehmen Ferdinand von Miller und Franz von Lenbach.
München - München-Maxvorstadt * Otto von Bismarck samt Gemahlin halten sich bis 26. Juni in München auf. Sie wohnen in der Künstlerresidenz Franz von Lenbachs.
Rom * Adolf Friedrich von Schack stirbt in Rom. Er hinterlässt eine Sammlung von 267 Werken deutscher Maler. Davon sind 183 Originale und 84 Kopien, die er nach Gemälden alter Meister - darunter 17 von Franz Lenbach und 4 durch Hans von Mareés - hat erstellen lassen.
München * Franz von Lenbachs zweite Tochter Erika wird geboren.
München * Die Ehe der Lenbachs wird geschieden. Die ältere Tochter Marion wird dem Vater, die jüngere Tochter Erika der Mutter zugesprochen.
München * Franz von Lenbach heiratet Charlotte „Lolo“ von Hornstein.
München * Die Münchner Künstlerschaft erhebt erbitterte Einsprüche gegen die „Verdrahtung des einmaligen Münchner Stadtbildes“. Eine Entschließung, die unter anderem von Franz von Lenbach und den Gebrüdern von Seidl unterschrieben worden ist, fordert das definitive Verbot von Oberleitungen.
Auf „Allerhöchsten Wunsch“ hin wird in der Ludwigstraße ab der Galeriestraße eine Oberleitung nur provisorisch und widerruflich angebracht und bis zur Erfindung eines geeigneten Systems genehmigt. Eine Oberleitung in der Brienner Straße und am Odeonsplatz hält man für unverträglich.
München-Maxvorstadt * Gabriele, die gemeinsame Tochter von Franz und Lolo von Lenbach kommt zur Welt.
München * In München wird der Goethe-Bund zum Schutze freier Kunst und Wissenschaft gegründet. Ihm gehören unter anderen an: Paul Heyse, Max Halbe, Georg Hirth, Friedrich August von Kaulbach, Otto Falckenberg, Franz von Lenbach, aber auch der Volkssänger Jakob Geis.
Das Ziel der Vereinigung ist, den „Angriffen auf die freie Entwicklung des geistigen Lebens, insbesondere von Wissenschaft, Kunst und Literatur gemeinsam entgegenzutreten“.
München-Kreuzviertel * Mit dem „Münchner Frühlingsfest“ etabliert sich das Künstlerhaus als bedeutender Treffpunkt des kulturellen und gesellschaftlichen Lebens der Stadt. Die Berliner Zeitschrift „Moderne Kunst“ beschreibt die Münchner Künstlerschaft als „die Blüte des gesamten Lebens der Stadt“, die in allen Bevölkerungsschichten verwurzelt sei.
Prinzregent Luitpold zeigt großes Interesse am künstlerischen Leben und nimmt – trotz seines hohen Alters – nach Möglichkeit persönlich an den Künstlerfesten teil. Sein regelmäßiger Austausch mit etablierten Künstlern ebenso wie mit jungen Talenten unterstreicht seine enge Verbundenheit mit der Münchner Kunstszene.
Beim Frühlingsfest findet erstmals eine Versteigerung von Gemälden statt. Zu den Stiftern zählen namhafte Künstler wie Franz von Lenbach und Franz von Defregger. Die Auktion leitet der Volksschauspieler Konrad Dreher, Gründer des Schlierseer Bauerntheaters. Der Erlös kommt dem chronisch unterfinanzierten Künstlerhausverein zugute, der das Gebäude seit 1900 von der Künstlergenossenschaft gepachtet hat.
München-Maxvorstadt * Franz von Lenbach erleidet einen Schlaganfall und ist kurzfristig linksseitig gelähmt.
Starnberger See * Franz von Lenbach legt den Grundstein für eine Sommervilla am Starnberger See.
München-Maxvorstadt * Der Kunstmaler Franz von Lenbach stirbt.
München-Maxvorstadt * Lolo von Lenbach stiftet Franz von Lenbachs Hinterlassenschaft an Gemälden, Kunstwerken und Erinnerungsstücken der Landeshauptstadt München.