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4. August 1919
Alois Lindner wird beim Grenzübertritt aus Ungarn festgenommen 

Österreichisch-ungarische Grenze * Nach dem Zusammenbruch der ungarischen Räterepublik versucht Alois Lindner, sich nach Österreich abzusetzen. Am Abend des 4. August wird er beim Grenzübertritt festgenommen. 

Lindner ist seit den Schüssen im Bayerischen Landtag vom 21. Februar 1919 auf der Flucht. Damals verletzt er Innenminister Erhard Auer schwer und erschießt Major Paul Ritter von Jahreiß, der sich ihm entgegenstellt. Anschließend flieht er nach Ungarn, wo er sich nach einem zeitgenössischen Pressebericht der Roten Garde in Budapest anschließt. 

Nach seiner Festnahme wird Lindner von Österreich an Bayern ausgeliefert. Dort muss er sich wegen des Attentats vor Gericht verantworten. 

15. Dezember 1919
Alois Lindner wird zu 14 Jahren Zuchthaus verurteilt 

München * Das Volksgericht München verurteilt Alois Lindner wegen versuchten Totschlags an Erhard Auer und erschwerten Totschlags an Major Paul Ritter von Jahreiß zu einer Gesamtstrafe von 14 Jahren Zuchthaus. Beide Taten begeht er am 21. Februar 1919 im Bayerischen Landtag. 

Wegen der vom Gericht festgestellten „niederen Gesinnung“ werden ihm außerdem für fünf Jahre die bürgerlichen Ehrenrechte aberkannt. 

Um 1932
Alois Lindner emigriert in die Sowjetunion 

Sowjetunion * Alois Lindner, der 1919 im Bayerischen Landtag auf Erhard Auer schießt und Paul Ritter von Jahreiß tötet, emigriert nach seiner Haftentlassung in die Sowjetunion. Dort arbeitet er später für die kommunistische Partei. Für 1943 wird noch ein Aufenthalt in Kalinin genannt; sein weiterer Lebensweg bleibt unklar.