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Ab 1681
Die Grafen Tattenbach vergeben Herbergen im Lehel 

München-Lehel * Die Grafen von Rheinstein und Tattenbach vergeben einzelne Wohneinheiten als „Gemächer“ oder „Herbergen“. Zimmer- und Herbergsgerechtigkeitsbriefe sichern die Rechte der Erwerber. Diese entrichten einen jährlichen Grundzins und zusätzliche Abgaben bei Besitzwechsel oder Besitzaufgabe. Die Vergaben ermöglichen den Erwerb kleiner Wohnstätten und verschaffen der gräflichen Grundherrschaft laufende Einnahmen. Für den Zeitraum von 1681 bis 1725 berichtet Karl von Rambaldi später von 45 erhaltenen Vergabebriefen. 

1691
Der Hofrat versucht, den Bau weiterer Wohnungen im Lehel zu unterbinden 

München-Lehel * Der Hofrat versucht vergeblich, die Errichtung weiterer Wohnungen in den Gärten des Lehels zu untersagen. Die Ansiedlung, die auch die Familie Tattenbach durch die Vergabe von Herbergen fördert, widerspricht den obrigkeitlichen Bemühungen, den Zuzug mittelloser Menschen zu begrenzen. 

Zur Begründung erklärt der Hofrat, durch die neuen Bewohner werde „der petl bey alhiesiger statt nur vermehret“. Die Grundbesitzer profitieren dagegen von den Bodenzinsen und den Abgaben bei Besitzwechseln.