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2. Februar 1294
Herzog Ludwig II. der Strenge stirbt in Heidelberg

Heidelberg * Herzog Ludwig II. der Strenge stirbt in Heidelberg. Seine Grabstätte befindet sich in der Kirche des Zisterzienserklosters Fürstenfeld. Herzog Rudolph I. übernimmt die Regierungsgeschäfte. Sein Bruder, der zwölfjährige Herzog Ludwig IV., den man später den Baiern nennen wird, erhält seine Erziehung am Habsburger Hof in Wien.

1. Oktober 1310
Ludwig IV. und Rudolf I. teilen ihren oberbaierischen Herrschaftsbereich 

München - Ingolstadt * Nach anhaltenden Auseinandersetzungen vereinbaren die Brüder Ludwig IV. der Baier und Rudolf I. eine Nutzungsteilung ihres oberbaierischen Herrschaftsgebiets. Ludwig erhält den Landesteil um Ingolstadt, einen Gebietsstreifen am Lech sowie die Besitzungen um Amberg. Rudolf regiert den Landesteil um München und das Gebiet um Burglengenfeld. 

Damit endet vorerst die gemeinsame Regierung der Brüder. Ingolstadt gewinnt als Residenz Ludwigs an Bedeutung. Die Teilung bleibt nur bis 1313 bestehen. 

1312
Ludwig der Baier wird Vormund der Kinder seines Vetters Otto III.

München - Landshut * Herzog Ludwig der Baier wird Vormund der unmündigen Kinder seines verstorbenen Vetters Otto III. und regiert nun auch dessen Teilherzogtum in Niederbaiern. Auch Ottos III. Witwe wehrt sich gegen diese Vormundschaft und hätte ihre Söhne lieber in österreichischer Obhut gesehen.

Außerdem sieht Herzog Rudolph den Machtzuwachs seines Bruders mit argwöhnischen Augen.

9. November 1313
Die Schlacht bei Gammelsdorf

Gammelsdorf * In der Schlacht bei Gammelsdorf, unweit von Moosburg, schlägt Herzog Ludwig IV. der Baier die Truppen der Habsburger und seines Bruders Rudolph.

Sein schneller Sieg wird durch das schlechte Wetter und einen dementsprechend morastigen Kampfplatz begünstigt. Im Aufgebot Herzog Ludwig des Baiern kämpfen oberbaierische Adelige und Bürger niederbaierischer Städte gegen österreichische und niederbaierische Ritter.

Die militärische Auseinandersetzung flammte auf, nachdem Österreich - unterstützt von Herzog Rudolph - Einfluss auf die niederbaierischen Angelegenheiten nehmen wollte. Dabei geht es konkret um die Vormundschaft der drei unmündigen Herzöge von Niederbaiern, den Kindern der verstorbenen Herzöge Stephan I. und Otto III..

4. August 1329
Der Hausvertrag von Pavia trennt Baiern und Pfalz 

Pavia - Oberbaiern - Pfalz * Kaiser Ludwig IV., genannt „der Baier“, und die Nachkommen seines verstorbenen Bruders Rudolf I. teilen im Hausvertrag von Pavia ihre Besitzungen. 

Rudolf II., sein Bruder Ruprecht I. und ihr Neffe Ruprecht II. erhalten die Pfalz am Rhein sowie Teile des baierischen Nordgaus, die später als Oberpfalz bezeichnet werden. Ludwig und seinen Söhnen verbleibt Oberbaiern. Niederbaiern ist von der Vereinbarung ausgenommen. 

Damit entstehen eine pfälzische und eine oberbaierische Linie des Hauses Wittelsbach. Trotz der Teilung bleiben Rauten und Löwe gemeinsame Wappenzeichen der Dynastie.