Münchner Künstler protestieren gegen Trambahn-Oberleitungen
München * Die Elektrifizierung der Trambahn stößt auf heftigen Widerstand aus der Münchner Künstlerschaft. Die Kritiker sehen das Stadtbild durch die zahlreichen Fahrdrähte beeinträchtigt. Eine Entschließung, die unter anderem Franz von Lenbach und die Brüder Gabriel und Emanuel von Seidl unterzeichnen, fordert ein grundsätzliches Verbot von Oberleitungen.
Auch der königliche Hof setzt Einschränkungen durch: In der Ludwigstraße nördlich der Galeriestraße wird die Oberleitung nur vorläufig und unter dem Vorbehalt eines Widerrufs genehmigt, bis ein geeignetes System ohne Fahrdrähte zur Verfügung steht. In der Brienner Straße und am Odeonsplatz bleibt sie zum Schutz des repräsentativen Stadtbildes untersagt.