Weiß Ferdl wird in Altötting geboren
Altötting * Ferdinand Weisheitinger, besser bekannt als Weiß Ferdl, wird in Altötting geboren.
Altötting * Ferdinand Weisheitinger, besser bekannt als Weiß Ferdl, wird in Altötting geboren.
München-Isarvorstadt * Am Faschingsdienstag feiert die Revue „Der goldene Pierrot – Faschingsoperette in 33 Bildern“ im Theater am Gärtnerplatz Premiere. Die rund vierstündige Aufführung beruht auf Walter Goetzes 1934 uraufgeführter Operette, erweitert sie jedoch zu einem farbenprächtigen Münchner Bilderbogen. Die Handlung wechselt zwischen den Jahren 1934 und 1943. Das Publikum soll maskiert erscheinen, mitsingen, mittanzen und mitschunkeln.
Im Mittelpunkt steht Edith Sander, die von ihrem strengen Vater während des Faschings eingesperrt wird. Sie entkommt jedoch und zieht, als goldener Pierrot verkleidet, durch die Ballsäle der Stadt. Liesl Karlstadt spielt das Dienstmädchen Minna, das Edith in der Maske des damaligen Kinderstars Shirley Temple begleitet. Der „Völkische Beobachter“, die Parteizeitung der NSDAP, schreibt: „Liesl Karlstadt ist als Shirley Temple zum Totlachen und als Dienstmädchen Minna überzeugend ‚gschert‘.“
Karl Valentin erscheint in einer futuristischen Szene als düsterer „Radfahrer“ des Jahres 1943, Weiß Ferdl als erster „Münchner Untergrundschaffner“ – mehr als drei Jahrzehnte vor der Eröffnung der Münchner U-Bahn.
München-Geiselgasteig * Hans Albin führt Regie für den 17-Minuten-Film „Der Tobis-Trichter - Volkstum aus deutschen Gauen“. Der Film enthält neben Auftritten von Adolf Gondrell, Weiß-Ferdl und anderen den Valentin-Karlstadt-Sketch „In der Apotheke“.
Berlin * Der Film „Der Tobis-Trichter - Volkstum aus deutschen Gauen“ wird im Berliner Tauentzien-Palast uraufgeführt. Der Film enthält neben Auftritten von Adolf Gondrell, Weiß-Ferdl und anderen den Valentin-Karlstadt-Sketch „In der Apotheke“. Hans Albin führt Regie für den 17-Minuten-Film.
München * Eine Münchner Spruchkammer stuft den Volkssänger Ferdinand Weisheitinger, bekannt als Weiß Ferdl, im Entnazifizierungsverfahren als „Mitläufer“ ein. Er muss einen Sühnebetrag von 2.000 Reichsmark zahlen. Der seit 1940 der NSDAP angehörende Künstler stellt sich im Verfahren als Gegner und Opfer des Nationalsozialismus dar.
Nachdem die amerikanische Besatzungsmacht sein Auto beschlagnahmt, muss Weiß Ferdl von seinem Wohnort Solln mit der Straßenbahn zum Platzl fahren. Die Enge und das Gedränge setzen ihm zu. Ein Münchner Arzt befürwortet deshalb in einem Attest, ihm aus psychischen Gründen wieder ein Kraftfahrzeug zur Verfügung zu stellen.
Seine Erfahrungen verarbeitet der Münchner Volkssänger in dem humoristischen Lied „Ein Wagen von der Linie 8“, das dem Münchner Trambahnalltag ein musikalisches Denkmal setzt.
München * Der Volkssänger Weiß Ferdl verarbeitet seine Erfahrungen mit der Münchner Straßenbahn in dem Couplet „Ein Wagen von der Linie 8“. Mit bissigem Humor schildert er das Gedränge und die Begegnungen in den überfüllten Trambahnwagen der Nachkriegszeit. Das Lied wird zu einem seiner bekanntesten Werke.
München-Solln * Ferdinand Weisheitinger, bekannt als Weiß Ferdl, stirbt im Alter von 65 Jahren. Der Münchner Volkssänger und Humorist gehört zu den prägenden Künstlern des „Platzl“. Sein Couplet „Ein Wagen von der Linie 8“ macht die Münchner Trambahn zum Gegenstand humoristischer Alltagsschilderungen.
München-Angerviertel * Der Weiß-Ferdl-Brunnen am Viktualienmarkt wird in Betrieb genommen.