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2000
-3000 Chronik 2026
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Um -2000
Die Babylonier entwickeln die Braukunst weiter 

Babylonien * Im 2. Jahrtausend v. Chr. verlieren die sumerischen Stadtstaaten ihre politische Bedeutung. In Mesopotamien entstehen neue Reiche, darunter Babylonien. Die Babylonier bauen auf den kulturellen und technischen Errungenschaften der Sumerer auf und entwickeln auch deren Braukunst weiter. 

Schriftliche Quellen nennen zahlreiche unterschiedliche Biersorten. Sie unterscheiden sich unter anderem durch die verwendeten Getreidearten, ihre Stärke und ihre Qualität. Bier ist ein wichtiges Grundnahrungsmittel, wird als Lohn ausgegeben und über weite Strecken gehandelt. Hinweise auf Exporte bis nach Ägypten sind jedoch nicht eindeutig belegt. 

Um -1400
Bierbrauen im alten Ägypten 

Ägypten  * Bier gehört im alten Ägypten zu den wichtigsten Nahrungs- und Genussmitteln. Es wird täglich getrunken, als Lohn ausgegeben und bei Festen sowie religiösen Zeremonien verwendet. Mehrere Gottheiten stehen mit Bier und Rausch in Verbindung. Dazu zählt Hathor, die Göttin der Liebe, Freude und Musik, die auch als „Herrin der Trunkenheit“ verehrt wird. 

Die Ägypter brauen Bier vor allem aus Gerste und Emmer. Nach der Gärung füllen sie es in Tongefäße. Verschlossene und versiegelte Krüge ermöglichen die Lagerung und den Transport. Das ägyptische Bier unterscheidet sich deutlich von heutigen Sorten: Es enthält keinen Hopfen, ist häufig trüb und kann mit Früchten, Gewürzen oder anderen Pflanzenstoffen verfeinert werden. 

Eine Wandmalerei im Grab des hohen Beamten Qenamun in Scheich Abd el-Qurna bei Luxor zeigt verschiedene Arbeitsschritte der Lebensmittel- und Getränkeherstellung. Qenamun dient unter Pharao Amenophis II., weshalb das Grab und seine Darstellungen in das 15. Jahrhundert v. Chr., wahrscheinlich zwischen etwa 1425 und 1400 v. Chr., gehören. Solche Darstellungen und weitere archäologische Funde belegen die große wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung des Brauens im alten Ägypten.

1077
Atsiz schlägt den Aufstand in Jerusalem nieder 

Jerusalem * Nach seinem gescheiterten Feldzug gegen Ägypten sieht sich der turkmenische Heerführer Atsiz ibn Uwaq mit einem Aufstand in Jerusalem konfrontiert. Er belagert die Stadt und verspricht den Einwohnern bei einer Übergabe Schutz. Nachdem sich die Tore öffnen, bricht er sein Versprechen und lässt zahlreiche Menschen töten. Mittelalterliche Quellen sprechen von etwa 3.000 Opfern. Verschont bleiben offenbar jene, die im Felsendom Zuflucht suchen. 

Suchbegriffe: Jerusalem, Ägypten, Felsendom
Personen: Atsiz ibn Uwaq
26. September 1302
Die Mamluken erobern den Templerstützpunkt Ruad 

Ruad vor der syrischen Küste * Mamlukische Truppen greifen die von den Templern gehaltene Insel Ruad, das heutige Arwad, an und zwingen die Besatzung nach Kämpfen und einer Belagerung zur Aufgabe. 

Gefangene Templer werden in „Schimpf und Schande nach Ägypten geführt“ nach Ägypten verschleppt und in Kairo inhaftiert. Mit Ruad verliert der Orden seinen letzten vorgeschobenen Stützpunkt unmittelbar vor der syrischen Küste. Die Niederlage schwächt seine Hoffnung, von dort aus auf dem Festland wieder Fuß zu fassen. 

Suchbegriffe: Templer, Ruad, Ägypten, Mamelucken