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21. Dezember 1985
Die „Freie Republik Wackerland“ entsteht

Wackersdorf * Während einer Weihnachtspause der Rodungsarbeiten besetzen WAA-Gegner das Gelände erneut und errichten ein zweites, deutlich größeres Hüttendorf. In den folgenden Tagen entstehen mehr als 50 Hütten, Zelte und Baumhäuser. Die Besetzer nennen das Protestdorf – in Anlehnung an die „Freie Republik Wendland“ – die „Freie Republik Wackerland“.

31. Dezember 1985
Ein Holzkreuz wird zum Symbol des christlichen Widerstands

Wackersdorf * Bei einer Jahresschlussandacht in der „Freien Republik Wackerland“ segnet Pfarrer Andreas Schlagenhaufer ein zehn Meter hohes Holzkreuz. Die Christusfigur schnitzt der Burglengenfelder Bildhauer Stefan Preisl direkt im Hüttendorf aus einem Fichtenstamm. Kreuz und Andacht unterstreichen die große Bedeutung des christlich geprägten Widerstands gegen die WAA.

5. Januar 1986
Kulturfest in der „Freien Republik Wackerland“

Wackersdorf * Etwa 15.000 Menschen besuchen am 5. und 6. Januar ein zweitägiges Kultur- und Solidaritätsfest im Hüttendorf „Freie Republik Wackerland“. Zu den Höhepunkten gehört der gemeinsame Auftritt des Kabarettisten Gerhard Polt und der Biermösl Blosn auf der sogenannten „WAAldbühne“. Mit Musik, Kabarett und politischen Beiträgen bekunden die Künstler ihre Solidarität mit den Bewohnern des Protestdorfs und den Gegnern der WAA.

7. Januar 1986
Die „Freie Republik Wackerland“ wird geräumt

Wackersdorf * Nach 18 Tagen räumen rund 3.000 Polizisten und Bundesgrenzschützer das zweite Hüttendorf „Freie Republik Wackerland“. Mehr als 700 Besetzer, die das Gelände nicht freiwillig verlassen, werden festgenommen oder vorübergehend in Gewahrsam genommen. Anschließend reißen die Einsatzkräfte die Hütten und Baumhäuser ab. 

Bei der Räumung der „Freien Republik Wackerland“ sägen Einsatzkräfte das Holzkreuz ab und entfernen es vom Gelände. Die Christusfigur wird kurze Zeit später zurückgegeben und von WAA-Gegnern zum nahe gelegenen Franziskus-Marterl gebracht. Dort wird sie an einem Baum befestigt.