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29. August 1885
Weitere Schulden. Es muss etwas geschehen!

München * Finanzminister Emil von Riedel muss feststellen, dass König Ludwig II. inzwischen weitere sechs Millionen Mark Schulden aufgehäuft hat. Damit ist der Schuldenstand des Königs auf die wenig märchenhafte Summe von fast 14 Millionen Mark angewachsen.

Johann von Lutz, der Vorsitzende des bayerischen Ministerrats stellt daraufhin - devot zwar im Ton, aber unmissverständlich in der Aussage - die Forderung nach Sanierung des königlichen Haushaltes. Er meint damit konkret die Unterbrechung des Schlösserbaus. Da aber König Ludwig II. keinerlei Verständnis für die Vorschläge zeigt, muss - auch in Hinblick auf den Ansehensverlust der Monarchie - etwas geschehen. 

Man hat zwar in Bayern das Gesetz gegen die gemeingefährlichen Bestrebungen der Sozialdemokratie eingeführt und zusätzlich verschärft, aber dennoch das unaufhaltsame Anwachsen der Arbeiterbewegung nicht verhindern können.

27. Oktober 1988
Greenpeace deckt Sicherheitslücken auf

Wackersdorf * Greenpeace-Aktivisten überwinden trotz der umfangreichen Sicherungsanlagen die Absperrungen des WAA-Baugeländes. Sie gelangen unbemerkt bis in das Innere der Baustelle und besetzen einen etwa 70 Meter hohen Baukran. 

Die spektakuläre Aktion führt die Sicherheitsvorkehrungen öffentlich vor und wirft die Frage auf, wie eine spätere Atomanlage zuverlässig gegen unbefugtes Eindringen oder Sabotage geschützt werden soll. Für Betreiber, Polizei und Staatsregierung bedeutet die Aktion einen erheblichen Ansehensverlust.