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Februar 1891
Eine Strafexpedition in Deutsch-Ostafrika kostet 200 Menschen das Leben

Deutsch-Ostafrika [= Tansania] * Hermann Wißmann leitet eine Strafexpedition gegen den Häuptling Sina von Kobisho, nachdem dieser es gewagt hatte, die deutsche Flagge vom Mast zu reißen. Die Strafexpedition kostet 200 Menschen das Leben.

Das Offizierskorps ist eine „Brutstätte von Kolonialchauvins und nationalistischen, antidemokratischen Frondeuren. Mit Mord und Terror versuchen sie, die deutsche Herrschaft bis in die entferntesten Gebiete auszudehnen“. 

3. Oktober 1988
Der Bauausschuss empfiehlt den Entwurf für das Kurt-Eisner-Denkmal 

München * Der Bauausschuss empfiehlt, den Entwurf der Bildhauerin Erika Maria Lankes für das Kurt-Eisner-Denkmal anzunehmen. Er sieht eine in den Gehweg eingelassene Metallplatte am Tatort in der Kardinal-Faulhaber-Straße vor. Die Umrisse eines am Boden liegenden Menschen erinnern an die Ermordung des Gründers des Freistaats Bayern und dessen ersten demokratischen Ministerpräsidenten am 21. Februar 1919. 

Lankes orientiert sich bei der Gestaltung an historischen Polizeifotos und eingelassenen Grabplatten. Nach jahrelangen politischen Auseinandersetzungen wird das Bodendenkmal 1989 eingeweiht. 

Die Zustimmung zu einem Bodendenkmal für den jüdischen Politiker Kurt Eisner steht in einem Spannungsverhältnis zur späteren Ablehnung von Stolpersteinen in München. Gegen diese Gedenkform wird eingewandt, dass die Namen der ermordeten Menschen mit Füßen getreten werden könnten.