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5. Oktober 1902
Karl Valentin über seinen Nürnberger Auftritt im Zeughaus

Nürnberg - München-Au * Karl Valentin schreibt an seine Eltern über seinen Auftritt im Nürnberger Zeughaus:

„Mir geht es sehr gut. Ich bin unberufen sehr gesund und habe mir den ersten Abend Asthma geholt. Ein Zimmer habe ich, da ist unser Knechtzimmer ein Salon dagegen. - Das Programm besteht aus 8 Damen (keine Angst haben) und aus mir.“ 

2. Februar 1931
Karl Valentins Antrag eines Bühnenspielbetriebs im Goethesaal

München-Schwabing * Karl Valentin stellt den „Antrag zur Erteilung eines Bühnenspielbetriebs im Goethesaal“ in der Leopoldstraße 46a und begründet diesen mit seiner Asthmaerkrankung. Doch selbst ein Künstler wie Karl Valentin muss sich den polizeilichen Vorgaben unterwerfen. Er erhält zwar die Konzession, doch kleinliche behördliche Auflagen zwingen ihn schon bald wieder zur Aufgabe des Lokals.

Die Feuerpolizei will ihm sogar eine wichtige Pointe aus dem Bühnenstück „Im Photoatelier“ zunichte machen. Sie verbietet Karl Valentin, dass das in der Szene vom Gehilfen abgeschnittene glühende Ende der Zigarette, die Valentin verbotenerweise im Atelier raucht, auf den Boden fällt und sich durch seine Rauchentwicklung verrät, was zu Valentins Ausrede führt, es handle sich dabei wohl um ein „Glühwürmchen“.

31. März 1986
100.000 Menschen beim Ostermarsch - ein Demonstrant stirbt

Wackersdorf * Am Ostermontag demonstrieren rund 100.000 Menschen gegen die geplante Wiederaufarbeitungsanlage. Die überwiegende Mehrheit protestiert friedlich; am Bauzaun kommt es jedoch erneut zu Auseinandersetzungen. Die Polizei setzt Wasserwerfer sowie CN- und erstmals in großem Umfang CS-Reizgas gegen Demonstranten ein. 

Der 38-jährige Ingenieur Alois Sonnleitner erleidet einen schweren Asthmaanfall und stirbt auf dem Weg ins Krankenhaus. Ein Zusammenhang mit dem CS-Gas-Einsatz wird vermutet, bleibt jedoch medizinisch und politisch umstritten.