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1. Oktober 1310
Ludwig IV. und Rudolf I. teilen ihren oberbaierischen Herrschaftsbereich 

München - Ingolstadt * Nach anhaltenden Auseinandersetzungen vereinbaren die Brüder Ludwig IV. der Baier und Rudolf I. eine Nutzungsteilung ihres oberbaierischen Herrschaftsgebiets. Ludwig erhält den Landesteil um Ingolstadt, einen Gebietsstreifen am Lech sowie die Besitzungen um Amberg. Rudolf regiert den Landesteil um München und das Gebiet um Burglengenfeld. 

Damit endet vorerst die gemeinsame Regierung der Brüder. Ingolstadt gewinnt als Residenz Ludwigs an Bedeutung. Die Teilung bleibt nur bis 1313 bestehen. 

29. September 1369
Herzog Stephan II. muss die Grafschaft Tirol abtreten

Tirol * Nach mehr als sechs Jahren Krieg und trotz zäher Gegenwehr muss Herzog Stephan II. die Grafschaft Tirol gegen eine Entschädigung von 116.000 Gulden an die Habsburger abtreten. Die Grenzgerichte Schärding, Kufstein, Rattenberg und Kitzbühel bleiben bairisch und werden in der Folgezeit dem Teilherzogtum Baiern-Ingolstadt zugeteilt.

1418
Das Jägerbuch von Herzog Ludwig VII. dem Bärtigen von Baiern-Ingolstadt

Ingolstadt * Im Jägerbuch von Herzog Ludwig VII. dem Bärtigen finden sich Hinweise auf die Falknerei in Baiern. Der Herzog von Baiern-Ingolstadt ist der Bruder der französischen Königin Isabeau de Baviére. Spätestens bei seinen langen Aufenthalten am Hof des französischen Königs lernt er die Beizjagd kennen.

Und da schon im Mittelalter an den Höfen des französischen Königs eine unglaubliche Prachtentfaltung herrscht, wird hier auch die Falknerei mit größtem Glanz und Aufwand betrieben. Es gibt dort sogar einen Falkenmeister des Königs, der später den Titel Großfalkonier von Frankreich trägt.

Herzog Ludwig VII. von Baiern-Ingolstadt, der sich anno 1402 mit Anna von Bourbon vermählt hatte, regiert und verwaltet sein Teilherzogtum nach französischem Muster. Der Adel kleidet sich französisch und sogar die Ingolstädter Häuser sind nach Pariser Geschmack erbaut und eingerichtet worden. Hier dürfte demzufolge auch die Beizjagd entsprechend aufwändig ausgeübt worden sein.

In dem bereits genannten Jägerbuch ist festgelegt worden, dass die Falkner zu dem Personenkreis gehören, die das Recht der Nachtselden in Anspruch nehmen können. Das bedeutet konkret, die vom Herzog den Klöstern und Kirchen auferlegte Verpflichtung, „unsere jägermaister, jäger und valcknär“ zu beherbergen und zu verpflegen oder ersatzweise jährlich einen Geldbetrag abzuliefern.

Die Prälaten von sechs Klöstern verklagen daraufhin Herzog Ludwig VII. vor dem Baseler Konzil, das ihn anno 1433 mit dem Kirchenbann belegt. Der Regent des Ingolstädter Herzogtums stirbt mit dieser Strafe.

September 1422
Kämpfe vor München 

München * Im Streit der baierischen Herzöge rückt Ludwig VII. von Baiern-Ingolstadt gegen München vor. Die Auseinandersetzung endet am 19. September mit seiner Niederlage bei Alling. Für München zeigt der Konflikt, wie wichtig eine wirksame Stadtbefestigung ist. 

19. September 1422
Münchner Aufgebot siegt bei Alling 

Alling * Nachdem Truppen aus Baiern-Ingolstadt in der Nacht Dörfer westlich von München in Brand gesetzt haben, ziehen die Münchner Herzöge Ernst und Wilhelm III. mit einem Aufgebot, dem viele Münchner Bürger angehören, gegen sie. Bei Alling besiegen sie die Angreifer. Herzog Ludwig VII. von Baiern-Ingolstadt nimmt selbst nicht an dem Feldzug teil.