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1. Oktober 1310
Ludwig IV. und Rudolf I. teilen ihren oberbaierischen Herrschaftsbereich 

München - Ingolstadt * Nach anhaltenden Auseinandersetzungen vereinbaren die Brüder Ludwig IV. der Baier und Rudolf I. eine Nutzungsteilung ihres oberbaierischen Herrschaftsgebiets. Ludwig erhält den Landesteil um Ingolstadt, einen Gebietsstreifen am Lech sowie die Besitzungen um Amberg. Rudolf regiert den Landesteil um München und das Gebiet um Burglengenfeld. 

Damit endet vorerst die gemeinsame Regierung der Brüder. Ingolstadt gewinnt als Residenz Ludwigs an Bedeutung. Die Teilung bleibt nur bis 1313 bestehen. 

September 1422
Kämpfe vor München 

München * Im Streit der baierischen Herzöge rückt Ludwig VII. von Baiern-Ingolstadt gegen München vor. Die Auseinandersetzung endet am 19. September mit seiner Niederlage bei Alling. Für München zeigt der Konflikt, wie wichtig eine wirksame Stadtbefestigung ist. 

19. September 1422
Münchner Aufgebot siegt bei Alling 

Alling * Nachdem Truppen aus Baiern-Ingolstadt in der Nacht Dörfer westlich von München in Brand gesetzt haben, ziehen die Münchner Herzöge Ernst und Wilhelm III. mit einem Aufgebot, dem viele Münchner Bürger angehören, gegen sie. Bei Alling besiegen sie die Angreifer. Herzog Ludwig VII. von Baiern-Ingolstadt nimmt selbst nicht an dem Feldzug teil. 

Um den 5. Januar 1501
Die baierischen Herzöge erlassen entsprechende Kleiderordnungen

München - Landshut * Die Regenten der beiden Teilherzogtümer Baiern-München, Herzog Albrecht IV., und Baiern-Landshut, Herzog Georg, nehmen eine große Reichspolizeiordnung, die am 10. September 1500 auf dem Augsburger Reichstag erlassen worden war, zum Anlass, für ihren jeweiligen Bereich entsprechende Kleiderordnungen zu erlassen. 

Inhaltlich beruhen sie auf einer Pfälzer Ordnung aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts, die entsprechend modifiziert und den ober- und niederbaierischen Verhältnissen angepasst werden. Im Gegensatz zu Landshut ist das Landgebot „Ueberfluß und Unmaas der Bekleidung und anders hiernachfolgendes berührend“ die erste Kleiderordnung für München.

Nach dem 1. Dezember 1503
Herzog Albrecht IV. widerspricht dem Testament von Georg dem Reichen

München - Landshut * Herzog Albrecht IV. von Baiern-München akzeptiert das Testament von Herzog Georg dem Reichen nicht, wonach seine Tochter Elisabeth, ihr Ehemann Ruprecht von der Pfalz und ihre etwaigen Söhne das Teilherzogtum erben sollen.

Das Testament widerspricht dem Wittelsbachischen Hausvertrag, nach dem beim Aussterben einer männlichen Linie die Besitzungen an die jeweils andere Linie fällt. Das Testament ist aus oberbaierischer Sicht ein Vertragsbruch. Deshalb kommt es zum Landshuter Erbfolgekrieg.