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17. März 1919
Johannes Hoffmann (SPD) einstimmig zum Ministerpräsidenten gewählt

München-Kreuzviertel * Der Bayerische Landtag tritt unter erhöhten Sicherheitsmaßnahmen zu seiner ersten Sitzung seit dem 21. Februar zusammen. Die Abgeordneten müssen nacheinander vier Leibesvisitationen und Ausweiskontrollen über sich ergehen lassen. 

Eine neue Regierung unter dem Vorsitz des Mehrheitssozialdemokraten Johannes Hoffmann wird eingesetzt und mit einem Ermächtigungsgesetz mit umfangreichen Vollmachten ausgestattet. 

Johannes Hoffmann wird auf der Basis des noch von Kurt Eisner vorbereiteten Vorläufigen Staatsgrundgesetzes vom 17. März 1919 zum Ministerpräsidenten des Freistaats Bayern gewählt. Er wird deshalb auch als erster parlamentarischer, also vom Vertrauen des gewählten Landtags getragener Ministerpräsident bezeichnet. Aus diesem Grund ist - bis zum heutigen Tag -  in der Bayerischen Staatskanzlei in der Galerie der Ministerpräsidenten kein Bild von Kurt Eisner aufgenommen worden. 

Der Landtag nimmt das vorläufige Staatsgrundgesetz des Freistaates Bayern an. Darunter das Gesetz über die Aufhebung des bayerischen Adels. 

21. Februar 2009
Ein Kurt-Eisner-Porträt für die Bayerische Staatskanzlei 

München-Lehel * Am 90. Jahrestag der Ermordung Kurt Eisners übergeben Wolfram P. Kastner, Frieder Köllmayr und weitere Mitglieder des Vereins „Das andere Bayern e. V.“ der Bayerischen Staatskanzlei ein Porträt des Freistaatsgründers und ersten demokratischen Ministerpräsidenten als Geschenk. 

Der Pförtner nimmt das Bild entgegen. Eine Aufhängung folgt jedoch nicht. In einem anschließenden Schreiben an Ministerpräsident Horst Seehofer kritisieren die Initiatoren, dass die Staatskanzlei nur die Ministerpräsidenten seit 1945 mit Porträts würdigt. Sie fordern, auch Eisner sichtbar zu ehren und die gesamte Geschichte der bayerischen Regierungschefs mit den notwendigen historischen Erläuterungen darzustellen. 

8. September 2014
Uli Hoeneß gibt den Bayerischen Verdienstorden zurück

München * Die Frau und die Kinder von dem in der Strafvollzugsanstalt Landsberg wegen Steuerhinterziehung zu einer dreieinhalbjährigen Haftstrafe einsitzenden Ex-Bayern-Präsidenten Uli Hoeneß geben seinen Bayerischen Verdienstorden persönlich bei Ministerpräsident Horst Seehofer zurück.  

Die Bayerische Staatskanzlei soll Hoeneß zu diesem Schritt bedrängt haben. Es sei ein ungeschriebenes Gesetz, dass zu einer Strafe ohne Bewährung Verurteilte den Orden zurückgeben müssen. Der Bayerische Verdienstorden wurde Uli Hoeneß im Jahr 2002 verliehen.