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13. August 1702
Joseph Clemens wird Fürstbischof von Hildesheim 

Hildesheim * Nach dem Tod des Fürstbischofs Jobst Edmund von Brabeck übernimmt Joseph Clemens von Baiern die Leitung des Hochstifts Hildesheim. Da er bereits am 6. November 1694 zum Koadjutor mit Nachfolgerecht gewählt worden ist, tritt er das Amt ohne erneute Bischofswahl an. 

Joseph Clemens ist zugleich Kurfürst und Erzbischof von Köln sowie Fürstbischof von Lüttich und Regensburg. Die geistlichen Weihen besitzt er zu diesem Zeitpunkt jedoch noch nicht; die Priester- und Bischofsweihe empfängt er erst während seines späteren Exils. Seine zahlreichen Kirchenämter dienen vor allem der politischen Machtsicherung des Hauses Wittelsbach. 

1. Mai 1709
Joseph Clemens empfängt die Bischofsweihe 

Lille * François Fénelon, Erzbischof von Cambrai, weiht den Kölner Kurfürsten Joseph Clemens von Baiern zum Bischof. Joseph Clemens lebt zu dieser Zeit im Exil und hat erst wenige Monate zuvor die Priesterweihe empfangen. Seine Beziehung zu Constance Desgroseilliers, mit der er zwei Söhne hat, steht im Widerspruch zu den Pflichten seines geistlichen Amtes. 

Dabei hat er feierlich erklärt, dass er künftig keinerlei intimen Beziehungen mit seiner Mätresse mehr unterhalten will. Sein zweiter Sohn wird jedoch vier Jahre später geboren.