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Karl Valentin als „Burghausmeister“ im Schlosshotel Grünwald
1. Juli 1941
Karl Valentin als „Burghausmeister“ im Schlosshotel Grünwald

Grünwald * Aus Angst vor Bombardierungen zieht Karl Valentin vom Mariannenplatz 4 ins Grünwalder Schlosshotel. Er plant dort die Verfilmung seines Theaterstücks „Ritter Unkenstein“ und illustriert das Skript mit zahlreichen eigenen sowie fremden Zeichnungen. Die Szenerie soll sich um die Burg Grünwald abspielen. 

Er wohnt in dem neben der Burg befindlichen Schlosshotel Grünwald und bleibt dort bis zum Frühherbst 1943. Jeden Morgen zieht er mit dem Spaten in der Hand hinüber in die Burg und gräbt nach den Relikten der „alten Rittersleut“. Er nennt sich „Burghausmeister“ oder „Rittergutaufräumungsgeneral“. Doch auch die Grabungen verlaufen ohne den erhofften Erfolg. 

Er wechselte seinen Wohnort ständig, lebt eine Zeit in Grünwald, dann wieder am Mariannenplatz und schließlich auch in seinem Landhäuschen in Planegg. Das Schlosshotel Grünwald ist aber sein bevorzugter Aufenthaltsort. 

August 1943
Karl Valentin muss das Schlosshotel Grünwald verlassen

Grünwald * Karl Valentin und alle anderen Gäste müssen das Schlosshotel Grünwald verlassen, da die Räume umgehend für militärische Zwecke gebraucht werden. Der Grund für diese Ausquartierung ist, dass Teile des Luftgaukommandos von der Prinzregentenstraße nach Grünwald verlegt werden. Der Führungsstab der 26. Flak-Division wird im Schlosshotel untergebracht. Auch den hohen Militärs ist das von Bombardierungen bedrohte München nun nicht mehr sicher genug. 

24. April 1944
Starke Zerstörungen der Anna-Klosterkirche durch Luftangriffe

München-Lehel * Bei einem Bombardement der alliierten Streitkräfte in der Nacht vom 24. auf den 25. April 1944 wird die Anna-Klosterkirche ein Raub der Flammen. Ein mehrere Tage andauernder Brand zerstört fast die gesamte Inneneinrichtung, einschließlich der Stuckaturen und der Fresken. Lediglich die Außenmauern und das Gewölbe bleiben erhalten.  

Das bedeutet, dass das heutige eindrucksvolle Aussehen des Kircheninneren lediglich einen Neubau aus der Zeit zwischen 1967 und 1979 darstellt.