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30. April 1945
US-Truppen befreien München – die Stadt liegt in Trümmern 

München * Amerikanische Truppen rücken in die bayerische Landeshauptstadt ein und beenden die nationalsozialistische Herrschaft. Die Bevölkerung steht vor den verheerenden Folgen des Krieges. 

Mehr als 6.000 Menschen kommen bei den Luftangriffen ums Leben. Rund 82.000 Wohnungen sind zerstört; Hunderttausende verlieren ihr Zuhause. Etwa fünf Millionen Kubikmeter Schutt bedecken die Stadt. In neun Stadtbezirken ist mehr als die Hälfte des Wohnungsbestands zerstört. 

Auch die Versorgung und der Verkehr sind schwer getroffen. Beschädigte Gas-, Wasser-, Strom- und Telefonleitungen erschweren den Alltag. Bombentrichter und Trümmer versperren zahlreiche Straßen. Bahnanlagen, Trambahngleise, Oberleitungen und Fahrzeuge weisen massive Schäden auf. Die Wiederherstellung des öffentlichen Nahverkehrs gehört zu den dringendsten Aufgaben des Wiederaufbaus. 

Mai 1945
Müllentsorgung in in Bombentrichtern, Geländemulden und Kiesgruben

München-Untergiesing * Von den 1.350 Harritschwägen, die im Jahr 1939 im Dienst der Müllabfuhr standen, sind bei Kriegsende fünfzig Prozent vernichtet, der Pferdebestand ist sogar um siebzig Prozent gesunken. Um den Betrieb aufrecht erhalten zu können, behilft sich die Stadt mit Holzvergaser-Autos und alten Wehrmachtsfahrzeugen. Die Arbeitskräfte kommen aus anderen städtischen Stellen.

Da es sonst keine Entsorgungsmöglichkeiten gibt, lässt man den Müll einfach in Bombentrichtern, Geländemulden und Kiesgruben verschwinden, die bei späteren Bauvorhaben als teuere Altlasten wieder zum Vorschein kommen.

Nach Juni 1945
Der Englische Garten wird intensiv landwirtschaftlich genutzt

München-Englischer Garten * Der Englische Garten wird noch lange Zeit nach Beendigung des Zweiten Weltkriegs intensiv landwirtschaftlich genutzt.

  • Auf dem Hirschanger werden 93.000 Kubikmeter Schutt gelagert.
  • Die Schönfeldwiese ist von Splitterschutzgräben durchzogen.
  • 680 Bombentrichter hat der Bombenkrieg alleine im Englischen Garten hinterlassen.
22. Juli 1961
Stadtoberhäuptling Hans-Jochen Vogel im Reservat

München-Thalkirchen * Mit Cowboyhut auf dem Kopf legt Münchens Stadtoberhäuptling Dr. Hans-Jochen Vogel anno 1961 den Grundstein zur neuen Ranch des Cowboy Clubs München von 1913 auf einem 4.000 Quadratmeter großes Gelände an der Floßlände in Thalkirchen.  

Doch da sind Bombentrichter und Urwald, die mit Hilfe von Bulldozern der amerikanischen Armee bearbeitet werden müssen.