1882
Der Brockhaus erklärt das Brezenwerfen
Deutsches Reich * Das „Brezenwerfen“ bezeichnet die Kunst, einen „Teigstriemel“ [= Teigstrang oder Teigrolle] so zu schlingen, dass beim Backen die typische Brezenform entsteht. Wie dieses Handwerk funktioniert, beschreibt der Brockhaus von 1882:
„Man rollt den Teig mit der Hand erst in langen, dünnen Stäben aus, legt dann die beiden Enden kreuzweise übereinander, schlingt sie einmal umeinander und befestigt sie, etwas voneinander entfernt, zu beiden Seiten der Mitte des dadurch gebildeten Ringes.“
Damit hält eines der bedeutendsten Nachschlagewerke des 19. Jahrhunderts die traditionelle Technik des Brezenwerfens schriftlich fest.