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1881
Friedrich August von Kaulbach malt Coletta Möritz

München * Coletta Möritz erzählt, wie sie der Maler Friedrich August von Kaulbach im Jahr 1881 auf die Leinwand gebannt hat, als „draußen auf der Wiesn das große deutsche Bundesschießen stattfinden sollte. [...] Dort kam ihm plötzlich der Einfall: „Die Coletta - die mal ich als Wirtshausschild“.

Und weiter erzählte die betagte Maßkrugschlepperin: „Gleich ist’s ans Modellstehen gegangen, Krügl hab ich in der Hand tragen und den Fuß hab i heben müssen, als tät ich auf einem Fuß tanzen, und der Kaulbach hat gezeichnet und dann daheim im Atelier die Schützenscheibe g’malt“.

1897
Georg Langs Festzelt beim Deutschen Bundesschießen

Nürnberg * Beim Deutschen Bundesschießen, das 1897 zahlreiche Besucher nach Nürnberg zieht, betreibt Georg Lang ein großes Festzelt. Dort sammelt er wertvolle Erfahrungen mit der Bewirtung großer Menschenmengen und profiliert sich als ideenreicher Festgastronom. 

Lang erkennt, dass sich ein hoher Bierumsatz nicht allein durch die Größe eines Ausschanks erzielen lässt. Entscheidend sind auch Musik, Unterhaltung, Werbung und eine wirkungsvolle Inszenierung. Diese Erfahrungen bilden die Grundlage für sein späteres Großzelt auf dem Münchner Oktoberfest.