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1806
Das 4. Chevaulegers-Regiment Bubenhofen in der Alten Isarkaserne

München-Isarvorstadt * In den Jahren 1806/07 ist auch das Depot des 4. Chevaulegers-Regiments Bubenhofen hier stationiert. Aufgrund akuten Platzmangels müssen einzelne Eskadronen in die provisorisch eingerichtete Lehel-Kaserne ausweichen, während auf der Kohleninsel zusätzlich Teile eines Fuhrwerksbataillons einquartiert werden.

Um den Oktober 1811
Die Nachbarschaft von Kaserne und Anna-Klosterkirche bietet Anlass zu Klagen

München-Lehel * Die unmittelbare Nachbarschaft von Kaserne und Anna-Klisterkirche bietet manchen Anlass zu Reibereien und Klagen. Im Herbst 1811 wird das Generalkommando München ermahnt, dafür zu sorgen, dass den Bewohnern des Lehels der Zutritt zu ihrer Pfarrkirche nicht durch Militärangehörige, insbesondere Chevaulegers, verwehrt wird. Um den Kircheneingang zu sichern, grenzt man ihn beiderseits mit einem Zaun gegen den Kasernenbereich ab. 

1. Juni 1866
Erneuter Bierkrawall in München 

München * Während sich der Konflikt zwischen Österreich und Preußen zuspitzt und Bayern auf österreichischer Seite mobil macht, entzündet sich in München erneut ein Aufruhr am Bierpreis. Vom Sterngarten zieht eine protestierende Menge unter dem Ruf „Das Bier ist zu teuer!“ zum Karlstor. Auf ihrem weiteren Weg durch die Neuhauser Straße bis zum Färbergraben beschädigen die Aufständischen zahlreiche Brauereien und Wirtshäuser. 

Nur das Pschorr-Brauhaus bleibt verschont. Der alte Pschorr versichert der Menge: „Geht’s nur weiter, ich geb das Bier schon um sechs Kreuzer.“ Auf die Frage „Ist’s aber auch wahr?“ antwortet er: „Ganz gewiss!“ Daraufhin zieht die Menge weiter. 

Bei der Spatenbrauerei greifen schließlich Chevaulegers mit blanken Säbeln ein. Bei den gewaltsamen Zusammenstößen kommen zeitgenössischen Berichten zufolge zwei Menschen ums Leben; mehr als 100 werden verletzt. 

1. August 1870
Der Bayer rettet den preußischen Husaren

Stürzelbronn * In der Nähe der elsässischen Ortschaft Stürzelbronn stößt deutsche Kavallerie überraschend auf französische Truppen. Die Deutschen müssen sich unter heftigem Feuer zurückziehen. Herrmann Weihnacht vom bayerischen 5. Chevaulegersregiment nimmt dabei einen preußischen Husaren, der sein Pferd verloren hat, mit auf das seine und bewahrt ihn so vor Gefangenschaft.