Menü
Home Veranstaltungen Fakten Suchbegriffe Personen Jahrestage Karte Zeitensprünge Podcast

Fakten

Fakten Karte Suchbegriffe Personen Jahrestage
2000
-3000Chronik2026
Gefundene Einträge: 12
Suchergebnisse als PDF
Um 1919
Der Cowboy Club München von 1913

München * Die für die Kriegsheimkehrer an Auswanderung vorerst nicht mehr zu denken ist, beschließen sie: „Dann holen wir halt Amerika zu uns.“ Martin Fromberger, Fred und Hermann Sommer bauen den Verein zielstrebig wieder auf. 

  • Der „Loos-Verein Wild West“ nennt sich in „Cowboy Club München Süd“ um.
  • Die Begrenzung der Mitgliederzahl auf fünfzehn „Mann“ wird ebenso aufgehoben 
  • wie das Lotteriespiel. 
  • Verpflichtend für die Vereinsmitglieder ist das Erlernen der englischen Sprache. 
  • Die Mitglieder müssen entweder originale Bekleidung und Gebrauchsgegenstände aus Übersee beschaffen oder Nachbildungen anhand historischer Fotos anfertigen. 
  • Zudem wird das Aneignen von Bräuchen und Sitten der Cowboys und Indianer von der Vereinsführung erwartet, weshalb sie Studien über die Geschichte des Wilden Westens und seiner Bewohner im Zeitraum von 1860 bis 1900 aufnehmen. 
  • Der Münchner Cowboy Club entwickelt sich zu einem kulturhistorischen Verein. 
  • Da ist freilich eine ganze Menge Folklore dabei.
1919
Der Verein wird in Cowboy Club München Süd umbenannt

München * Nach dem Krieg wird das Lotteriespiel und die Beschränkung der Mitgliedszahl des Loos-Vereins Wild West auf 15 abgeschafft. Der Verein wird gleichzeitig in Cowboy Club München Süd umbenannt.

Jetzt erst wird das Erlernen der englischen Sprache und das Aneignen von Bräuchen und Sitten der Cowboys und Indianer sowie die Beschaffung eines eigenen Kostüms zur Pflicht. 

14. Dezember 1930
Der Cowboy Club München Süd beginnt mit dem Rodeo-Reiten

München-Neuhausen * Der Cowboy Club München Süd beginnt in der Reithalle an der Albrechtstraße des Oberleutnants a.D. Otto Hermann Fegelein mit dem Rodeo-Reiten. Fegelein wird über Eva Braun Hitlers Schwippschwager werden. Er gilt als rücksichtsloser Opportunist und Karrierist, der auch an mehreren Kriegsverbrechen beteiligt sein wird. 

21. Januar 1933
Der Cowboy Club München Süd lädt ins Josefshaus ein

München-Au * Der Cowboy Club München Süd lädt in sein künftiges Clublokal im Josefshaus in der Hochstraße 28 in der Au ein. Neben Lebenden Bildern, bei denen sogar vier Pferde integriert werden, führen die Aktivisten Stepptänze und Lassospiele vor. Eine 25 Mann starke Sioux-Indianertruppe führt „heimatliche Tänze“ auf. 

2. Februar 1955
Wir sind die Cowboys von der Nockher-Ranch

München-Au * Der Cowboy Club München Süd bittet um Baugenehmigung für ein Behelfsclubheim. Auf dem der Öffentlichkeit nicht zugänglichen Grundstück von Frau Ida Krone, „da dadurch das bisher durch Lausbubenstücke und von lichtscheuen Elementen heimgesuchte Gelände unter schärfere Kontrolle fällt und der Rasen und Baumbestand gepflegt wird. Korrektes und ruhiges Verhalten wird die Nachbarschaft nicht belästigen“. In einer Ranch will der Verein einen Clubraum, einen Museumsraum für die wertvolle Sammlung und einen Bibliotheksraum verwirklichen.

Die Cirkus-Krone-Verwaltung genehmigt dem Cowboy-Club die Grundstücksnutzung für seine sportlichen und ideellen Zwecke, bis zum beabsichtigten Verkauf des Areals. Seither beherrschen Winnetou und Old Shatterhand den ehemaligen Schmederer-Garten. Eine alte Wehrmachtsbaracke wird mit Hilfe der Pschorrbrauerei und hoher Eigenleistung zur Ranch umgebaut. „Jeden Samstag und Sonntag sind 15 bis 20 Mann ganztägig da. Rund 2.000 Arbeitsstunden werden freiwillig und gern von den Clubmitgliedern geleistet.“ 

In der Ranch befindet sich der kostbarste Besitz des C.C.M.S., das Indianermuseum. In ihm ist alles Zubehör und Kleidung zu finden, die einen Indianer ausmachen. Köcher aus Büffelleder, Federhauben, Friedens-Pfeifen, Brautmokassins, mit perlenbestickten, bunten Schuhsohlen, sowie Kriegsbeilen, wie sie wirklich waren: schlicht und einfach. In einem eigenen lateinamerikanischen Glaskasten befindet sich ein Schrumpfkopf.