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1. Mai 1922
Das Denkmal für die Toten der Revolution wird enthüllt 

München-Obergiesing * Die Münchner Freien Gewerkschaften enthüllen auf dem Ostfriedhof das Denkmal für die Toten der Revolution von 1918/19. Die Festrede hält der Münchner Gewerkschaftsvorsitzende Gustav Schiefer. 

Das würfelförmige Denkmal trägt auf der Vorderseite die Inschrift „Den Toten der Revolution“. Auf einer weiteren Seite ist ein Vers von Ernst Toller eingemeißelt. Eine Bronzeplakette am Sockel erinnert an Kurt Eisner, dessen Urne im Denkmal beigesetzt wird. 

1958
Der Stadtrat beschließt die Wiederherstellung des Revolutionsdenkmals 

München-Obergiesing * Der Münchner Stadtrat beschließt, das 1933 von den Nationalsozialisten zerstörte Denkmal für Kurt Eisner und die Toten der Revolution auf dem Ostfriedhof wiederherzustellen. Der Bildhauer Konstantin Frick gestaltet die Nachbildung. Der ursprünglich eingemeißelte Vers von Ernst Toller bleibt zunächst ausgespart. 

1. Mai 1989
Der Toller-Vers kehrt auf das Revolutionsdenkmal zurück 

München-Obergiesing * Das Denkmal für Kurt Eisner und die Toten der Revolution auf dem Ostfriedhof erhält wieder den Vers von Ernst Toller, der bei der Wiederherstellung zunächst fehlt: „Wer die Pfade bereitet, stirbt auf der Schwelle. Doch es neigt sich vor ihm in Ehrfurcht der Tod.“