Ferdinand Leopold von Adrian-Werburg kauft den Edelsitz Pilgramsheim
Untergiesing * Franz Anton von Pilgram verkauft seinen Edelsitz Pilgramsheim an den Reichsfreiherrn Ferdinand Leopold von Adrian-Werburg.
Untergiesing * Franz Anton von Pilgram verkauft seinen Edelsitz Pilgramsheim an den Reichsfreiherrn Ferdinand Leopold von Adrian-Werburg.
Untergiesing * Reichsfreiherr Ferdinand Leopold von Adrian-Werburg lässt den Edelsitz Pilgramsheim“ in der Frankfurter Lotterie ausspielen. Gewinner der Lotterie ist der churtrierische Kammerherr von Horben.
Untergiesing * Der churtrierische Kammerherr von Horben verkauft den Edelsitz Pilgramsheim an den Staatsrat Joseph von Hazzi.
Der Staatsrat ist selbst davon überzeugt, dass der zwischenzeitlich verstorbene Kurfürst Carl Theodor nicht über das Recht verfügt hatte, eine Sitzgerechtigkeit zu verleihen und aus diesem Grund als Landesherr seine Machtbefugnisse überschritten habe. In diesem Selbstverständnis verzichtet er auf die Anerkennung von Pilgramsheim als Adelssitz.
Untergiesing * Der Geheime Justizreferendar von Effner erwirbt das gesamte Anwesen des ehemaligen den Edelsitzes Pilgramsheim.
Untergiesing * Das Anwesen des ehemaligen Edelsitzes Pilgramsheim geht an Ignaz Mayer über, „welcher eine der größeren und im besten Betriebe stehende Lederfabrik Baierns daselbst etablirte“.
Die Giesinger Lederfabrik ist nicht nur als Großgerberei tätig, sondern produziert darüber hinaus in enormen Umfang Lederwaren für die Königlich Baierische Armee - und das „im Accord“. Das ist der Grund, weshalb die Mayer'sche Militär-Lederfabrik bei den eingesessenen Sattlern und Schuhmachern, die sich durch diese um zusätzliche Verdienstmöglichkeiten gebracht und ihre Existenz gefährdet sehen, umstritten ist.
Ignaz Mayer entstammt einer angesehenen Mannheimer jüdischen Kaufmannsfamilie, die dem hochkarätigen Kreis der Hoffaktoren des pfälzischen Kurfürsten angehörte.