„Über Speise und vorzüglich über Beköstigung der Armen“
München * Graf von Rumfords Essay „Über Speise und vorzüglich über Beköstigung der Armen“ erscheint. Darin gibt er viele vernünftige und praktische Ratschläge zur Zubereitung von Speisen.
München * Graf von Rumfords Essay „Über Speise und vorzüglich über Beköstigung der Armen“ erscheint. Darin gibt er viele vernünftige und praktische Ratschläge zur Zubereitung von Speisen.
Vorstadt Au * Franz Xaver Zacherl beschreibt drei Tage nach dem Tod seiner Gattin das Zusammenleben mit seiner Lebensgefährtin in dem Essay „Eine kurze Biographie meiner Frau“.
Zürich * Während seines Exils in Zürich verfasst der Komponist Richard Wagner das Essay „Das Judenthum in der Musik“, das zunächst anonym erscheint. Darin vertritt er antisemitische Positionen, die über die damals weit verbreiteten Vorurteile hinausgehen. Wagner behauptet, Juden seien der deutschen Kultur fremd und nicht zu wahrer künstlerischer Kreativität fähig. Besonders scharf greift er die Komponisten Giacomo Meyerbeer und Felix Mendelssohn an.
Seine Ausführungen richten sich aber nicht nur gegen einzelne Künstler, sondern gegen Juden als gesellschaftliche Gruppe. Die historische Forschung bewertet den Text heute als eines der bedeutendsten Dokumente des modernen Antisemitismus im 19. Jahrhundert.
Tribschen * Während seines Aufenthalts in Tribschen bei Luzern veröffentlicht Richard Wagner das Essay „Das Judenthum in der Musik“ erneut, diesmal unter seinem eigenen Namen. Mit diesem Schritt bekräftigt er öffentlich seine bereits 1850 formulierten antisemitischen Ansichten und macht sie einem noch größeren Publikum zugänglich.
??? * Der österreichische Essayist Alfred Polgar zeichnete das Bild von den Musterungsärzten als Bluthunde, die dem Sterben auf den Schlachtfeldern den Nachschub „apportiert“ haben: So beschreibt er in seinem Aufsatz „Der Teisinger“ den Rekrutierungsbeamten Teisinger als einen Menschenjäger, einen „stumpfen, urteilslosen, fleißigen Gehilfen in der Großmetzgerei des Krieges“, der - begleitet von einem Militärarzt als seinem „gut abgerichteten Jagdhund“ - auf die „Pirsch“ nach Opfern geht, die er als menschlichen Nachschub in den Schlund des Krieges geworfen hat.Alfred Polgar zur Musterung