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5. Februar 1897
Anton Graf von Arco auf Valley wird geboren 

Sankt Martin im Innkreis * Anton Alfred Emil Hubert Georg Graf von Arco auf Valley wird in Oberösterreich geboren. Sein Vater Maximilian ist bayerischer Offizier und Angehöriger einer Adelsfamilie. Seine Mutter Emmy Henriette Melanie, geborene Freiin von Oppenheim, stammt aus der Kölner Bankiersfamilie jüdischer Herkunft. 

Anton wächst mit seinem knapp vier Jahre älteren Bruder Ferdinand auf und wird katholisch erzogen. Zunächst erhält er Privatunterricht. Ab 1914 besucht er Gymnasien in Ettal und Passau, wo er 1916 das Notabitur ablegt. Seine politische Haltung prägt eine dauerhafte Bindung an das Haus Wittelsbach. 

Am 21. Februar 1919 ermordet der inzwischen 22-Jährige in München den bayerischen Ministerpräsidenten Kurt Eisner. 

Ab 1914
Anton Graf von Arco auf Valley besucht das Gymnasium in Ettal 

Ettal - Passau * Nach Jahren des Privatunterrichts beginnt Anton Graf von Arco auf Valley seine Gymnasialzeit im oberbayerischen Ettal. Nach einem Jahr muss er die Schule wegen Alkoholkonsums verlassen. 

Er setzt seine Ausbildung am humanistischen Gymnasium in Passau fort. Dort wiederholt er im Schuljahr 1915/16 die achte Klasse und schließt seine Schulzeit 1916 mit dem Notabitur ab. 

2. Mai 1919
Das Freikorps Werdenfels beteiligt sich an den Säuberungsmaßnahmen

München-Großhesselohe * Das Freikorps Werdenfels wird um 10 Uhr in Großhesselohe ausgeladen. Um 12 Uhr marschiert die Kompanie Garmisch zum Isarthalbahnhof in Thalkirchen, um dann im „Krüppelheim“ [= Orthopädische Klinik] in Obergiesing zu verbleiben. Dort wird das Freikorps Werdenfels dem Bayerischen Schützenkorps unter Führung von Oberst Franz Xaver Ritter von Epp als Reserve zugeteilt.

Die Kompanie Partenkirchen vereinigt sich mit dem Korps Schwaben und begibt sich zur Humboldtstraße, wo es zu Kampfhandlungen kommt. Leider geben uns weder der Gefechtsbericht noch der Erlebnisbericht eines Ettaler Schülers genauen Bericht davon.

Jedenfalls beteiligt sich das Freikorps Werdenfels bis zum 6. Mai an den „Säuberungsmaßnahmen“ in Harlaching und Giesing, die als „Hochburg kommunistischer Verseuchung und Verhetzung“ angesehen werden.

Mehr Informationen über die Giesinger Vorgänge liefern Berichte des Freikorps Schwaben. 

7. August 1940
Pater Rupert Mayer wird ins Kloster Ettal verbannt

Ettal * Pater Rupert Mayer wird wegen seines bedrohlichen Gesundheitszustandes und auf Anordnung des Reichsführers SS, Heinrich Himmler, für den Rest des Krieges ins Kloster Ettal verbannt. Er muss im Kloster leben, darf das Klostergelände nicht verlassen und keine Messen in der Öffentlichkeit zelebrieren.