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31. Juli 1960
Der 37. Eucharistische Weltkongress tagt in München

München-Graggenau * Der 37. Eucharistische Weltkongress findet vom 31. Juli bis 7. August 1960 in München statt. Er wird mit einem feierlichen Pontifikalamt auf dem Odeonsplatz eröffnet, an dem rund 80.000 Gläubige teilnehmen.

Unter dem Leitwort „Pro Mundi Vita“ („Für das Leben der Welt“) versammelt der Kongress etwa eine Million Teilnehmer und ist damit das erste internationale Großereignis in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg. Er gilt zugleich als wichtiger Impuls für die liturgische Erneuerung unmittelbar vor dem Zweiten Vatikanischen Konzil. 

5. August 1960
Todesangst-Christi-Kapelle wird eingeweiht

Dachau * Im Rahmen des 37. Eucharistischen Weltkongresses wird auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers die Todesangst-Christi-Kapelle eingeweiht. Sie ist der erste kirchliche Gedenkort auf dem ehemaligen Lagergelände und entsteht noch vor der offiziellen Eröffnung der KZ-Gedenkstätte Dachau.

Initiator ist Weihbischof Johannes Neuhäusler, der von 1941 bis 1945 selbst als Sonderhäftling im KZ Dachau inhaftiert war und sich nach dem Krieg maßgeblich für einen Ort des Gebets und des Gedenkens einsetzt. An der Einweihung nehmen rund 40.000 bis 50.000 Gläubige teil.