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Ab 1428
Hussitische Heerfahrten nach Baiern und Franken 

Baiern - Franken * Hussitische Verbände weiten ihre Raubzüge zu größeren Heerfahrten aus. 1428 greifen sie unter anderem Bärnau, Tirschenreuth und das Kloster Walderbach an. 1430 ziehen sie durch Franken bis in die Gegend von Sulzbach. Zwischen 1431 und 1433 plündern sie erneut Orte in Niederbayern und der Oberpfalz; möglicherweise stoßen sie bis nach Deggendorf vor. 

Die bedrohten Herrschaften verstärken zur Abwehr der Überfälle ihre Truppen, ziehen Bauern heran und nutzen befestigte Kirchhöfe, etwa in Kötzting und Eschlkam. Grenztruppen wehren Einfälle ab, unternehmen aber auch kleinere Angriffe nach Böhmen. Städte und Märkte bauen ihre Befestigungen aus und statten sie mit Feuerwaffen aus.

Münchens Kavallerie auf der Isarinsel
Um April 1800
Münchens Kavallerie auf der Isarinsel

München * Einer Beschreibung der Isarkaserne ist zu entnehmen: „Die Kaserne liegt außerhalb der Stadt, jenseits des Isar-Flusses, auf einer sogenannten Insel.“ 

  • Das zweigeschossige Hauptgebäude ist rund 140 Meter lang; das Erdgeschoss dient größtenteils als Pferdestall. 
  • Die Isarkaserne bietet Platz für insgesamt 954 Mann. 
  • Dafür stehen 62 Zimmer und 14 Küchen zur Verfügung. 
  • Die Isarkaserne ist über viele Jahrzehnte die zentrale Kavallerieunterkunft Münchens. 
  • Als Kavallerie - auch Reiterei genannt - bezeichnet man jene Waffengattung der Landstreitkräfte, die zu Pferd kämpft und bis ins späte 19. Jahrhundert hinein eine bedeutende Rolle in der militärischen Taktik spielt. 

Erst die fortschreitende Entwicklung von Feuerwaffen führte allmählich zum Niedergang der Reiterei als schlagkräftigem Truppenteil. Südlich des Hauptgebäudes befindet sich ein Exerzierplatz, der für die Ausbildung der berittenen Truppen genutzt wurde.