Die Dreharbeiten zu dem Beatles-Film „Help!“ beginnen
Bahamas * Die Dreharbeiten zu dem Beatles-Film „Help!“ beginnen auf den Bahamas und dauern bis zum 9. März an.
Bahamas * Die Dreharbeiten zu dem Beatles-Film „Help!“ beginnen auf den Bahamas und dauern bis zum 9. März an.
Untertauern * Am Faschingsdienstag erfasst gegen 16.45 Uhr eine Lawine am sogenannten Gnadenfall auf der Radstädter Tauernstraße einen Postbus mit 37 Insassen. Die überwiegend schwedischen und finnischen Jugendlichen befinden sich nach einem Skitag in Obertauern auf der Rückfahrt zu ihrem Quartier.
Die Schneemassen reißen den Bus rund 50 Meter über eine Böschung, bis er an einem Baum zum Stillstand kommt. Schnee dringt in das Fahrzeug ein und verschüttet zahlreiche Reisende. Für 14 Jugendliche kommt jede Hilfe zu spät; die übrigen Insassen, darunter der Busfahrer, werden gerettet. Das als „Schwedenunglück“ bekannt gewordene Ereignis zählt zu den schwersten Lawinenkatastrophen des Landes Salzburg.
Salzburg-Maxglan * Die Beatles landen mit einem rund 66-köpfigen Filmteam am Salzburger Flughafen. Von hier aus reisen sie nach Obertauern weiter, wo sie die Winterszenen für ihren zweiten Spielfilm „Help!“ drehen. Etwa 4.000 begeisterte Fans erwarten die „Fab Four“; einige von ihnen kommen in Sonderbussen aus dem benachbarten Bayern. Rund 100 Polizisten sichern die Ankunft.
Unter die jubelnde Menge mischen sich 40 bis 50 Schülerinnen und Schüler mit Blasmusik und Transparenten wie „Beatles go home“, „Verstärkung für den Alpenzoo“ und „Hoch dem Eunuchenchor“. Besonders geschmacklos wirkt die Parole „Lawinen, marsch!“: Erst elf Tage zuvor sind bei dem Busunglück zwischen Ober- und Untertauern 14 skandinavische Jugendliche ums Leben gekommen. Beatles-Fans bewerfen die Demonstrierenden mit Schneebällen und drängen sie schließlich vom Flughafengelände.
Obertauern * In dem Salzburger Wintersportort beginnen die Dreharbeiten zu den Schneeszenen des Beatles-Films „Help!“ unter der Regie von Richard Lester. Die erste Szene entsteht vor dem Hotel Edelweiss, in dem John Lennon, Paul McCartney, George Harrison und Ringo Starr während ihres Aufenthalts wohnen.
Da die vier Musiker keine erfahrenen Skifahrer sind, übernehmen örtliche Skilehrer bei schwierigeren Aufnahmen ihre Rollen. Auf Pisten, Sesselliften und Rodeln entstehen unter anderem die später mit dem Lied „Ticket to Ride“ unterlegten Szenen. Die Dreharbeiten in Obertauern dauern bis zum 20. März.
Österreich * Die der SPÖ nahestehende „Arbeiter-Zeitung“ veröffentlicht ein während der Dreharbeiten in Obertauern aufgenommenes Foto von John Lennon und kommentiert spöttisch: „Beatles-Häuptling John Lennon stochert in seinen Zähnen. Das und Nasenbohren sind die Lieblingsbeschäftigungen der Beatles in Obertauern. Womit man Millionen verdient.“
Auch andere österreichische Zeitungen begegnen den Musikern mit unverhohlener Ablehnung. Sie bezeichnen die Beatles unter anderem als „Zottelköpfe“, verspotten ihre angeblich ungepflegten Frisuren und nennen sie die „Schreihälse aus Liverpool“. Die Berichterstattung verdeutlicht den damaligen Kultur- und Generationenkonflikt: Lange Haare, Popmusik und eine selbstbewusst auftretende Jugendkultur gelten vielen Erwachsenen noch als Provokation.
Großbritannien * Die Produktionsfirma gibt „Eight Arms to Hold You“ – „Acht Arme, die dich halten“ – als Titel des zweiten Beatles-Films bekannt. Der Name spielt auf die mehrarmige Kultfigur und den geheimnisvollen Ring in der Filmhandlung an, zugleich aber auch auf die insgesamt acht Arme der vier Beatles.
Der Titel erscheint sogar auf frühen US-Pressungen der Single „Ticket to Ride“. John Lennon und Paul McCartney finden jedoch keine überzeugende Idee für ein dazu passendes Titellied. Deshalb wird der Name wenige Wochen später verworfen. Nach Angaben des Regisseurs Richard Lester ist der ursprünglich gewünschte Titel „Help“ bereits geschützt; durch das hinzugefügte Ausrufezeichen kann der Film schließlich „Help!“ heißen.
Obertauern * Für die Beatles endet der österreichische Teil der Dreharbeiten zu ihrem zweiten Spielfilm „Help!“. Am letzten Drehtag stehen John Lennon, Paul McCartney, George Harrison und Ringo Starr gemeinsam mit ihren Skidoubles noch einmal auf den Pisten. Dabei entstehen weitere Aufnahmen für die mit „Ticket to Ride“ unterlegte Winterszene.
Die Beatles bleiben anschließend noch zwei Tage in Österreich und fliegen erst am 22. März 1965 von Salzburg nach London zurück.
London-Twickenham * Zwei Tage nach ihrer Rückkehr aus Österreich setzen die Beatles die Arbeiten an ihrem zweiten Spielfilm in den Twickenham Film Studios fort. Auf den Studiokulissen entstehen Innenaufnahmen des Tempels jener geheimnisvollen Sekte, die Ringo Starr wegen eines an seinem Finger festsitzenden Ringes verfolgt.
London * Die Beatles nehmen in Studio 2 der EMI-Studios an der Abbey Road den Song „Help!“ auf. Die abendliche Aufnahmesitzung dauert rund vier Stunden. Das Lied wird zum Titelsong ihres zweiten Spielfilms und des gleichnamigen Albums.
Großbritannien * Der endgültige Titel des zweiten Beatles-Films wird bekannt gegeben: Statt „Eight Arms to Hold You“ heißt die Musikkomödie nun „Help!“. Der zuvor verwendete Arbeitstitel erscheint zu lang und eignet sich kaum für ein einprägsames Titellied.
John Lennon schreibt daraufhin den gleichnamigen Song, den die Beatles bereits am 13. April in den Londoner EMI-Studios aufnehmen. Das Ausrufezeichen unterscheidet den Namen von einem bereits geschützten Filmtitel.
London * Die Weltpremiere für den Beatles-Film „Help!“ findet im London Pavilion am Picadilly Circus in London statt. In Deutschlands Kinos läuft der synchronisierte Film unter dem Titel „Hi-Hi-Hilfe!“. Der Film ist „hochachtungsvoll dem Andenken an Mr. Elias Howe gewidmet, der 1846 die Nähmaschine erfunden hat“.
Rio de Janeiro * Der Beatles-Film "Help!" gewinnt beim Filmfestival in Rio de Janeiro den Großen Preis.
Bundesrepublik Deutschland * Der zweite Beatles-Spielfilm „Help!“ startet unter dem deutschen Titel „Hi-Hi-Hilfe!“ in den Kinos. In der von Richard Lester inszenierten Musikkomödie gerät Ringo Starr wegen eines geheimnisvollen Rings ins Visier einer fanatischen Sekte. Teile des Films entstehen im März 1965 im österreichischen Wintersportort Obertauern.