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Ab dem Januar 1928
Karl Valentin soll die Rolle des „Froschs“ in der „Fledermaus“ übernehmen

München-Graggenau * Karl Valentin soll im Januar und Februar insgesamt acht Mal die Rolle des „Froschs“ in der „Fledermaus“ übernehmen. Pro Auftritt sollte der Komiker eine Gage von 300 Mark erhalten. Das entspricht dem Monatsgehalt eines verheirateten Beamten mit zwei Kindern.

Doch Karl Valentin schreibt dem Generalintendanten der Bayerischen Staatstheater, Erwin Georg Heinrich Karl Bonaventura Klemens Freiherr von Franckenstein einen Brief, in dem er das Engagement aus gesundheitlichen Gründen absagt. 

27. Februar 1938
Eine „Münchnerische Fledermaus“ im Rundfunk 

München * Am Faschingssonntag wird im Rundfunk die „Münchnerische Fledermaus“ ausgestrahlt – eine bairisch eingefärbte Bearbeitung der Operette „Die Fledermaus“ von Johann Strauss. Die Handlung wird von Wien nach München verlegt; an die Stelle des Prinzen Orlofsky und seines Festes tritt das Ehepaar Rembremerdeng. 

Liesl Karlstadt singt und spricht die Gräfin Walpurga von Rembremerdeng, Weiß Ferdl übernimmt die Rolle des Gefängnisdieners Frosch. Bei mehreren Figuren werden Gesangs- und Sprechpartien unterschiedlich besetzt: Adele Kern singt die Adele, während Bertl Fey, die Tochter Karl Valentins, ihr die Sprechstimme leiht. Diese spreche als vermeintlich „feune“ Dame besonders „gebüldet“, bemerkt eine zeitgenössische Zeitungskritik augenzwinkernd.