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19. Januar 1919
Wahl zum neuen gesamtdeutschen Reichstag

Deutsches Reich * Die Wahlen zur Verfassungsgebenden Deutschen Nationalversammlung [= Reichstag] finden statt. Das deutschlandweite Ergebnis lautet:  

  • Sozialdemokratische Partei Deutschlands - SPD: 37,9 Prozent = 163 Abgeordnete
  • Christliche Volkspartei - Zentrum: 18,8 Prozent = 91 Abgeordnete
  • Deutsche Demokratische Partei - DDP: 18,1 Prozent = 75 Abgeordnete
  • Deutschnationale Volkspartei - DNVP: 8,6 Prozent = 44 Abgeordnete
  • Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands - USPD: 7,6 Prozent = 22 Abgeordnete
  • Deutsche Volkspartei - DVP: 4,4 Prozent = 19 Abgeordnete
  • Übrige Parteien: 1,6 Prozent = 7 Abgeordnete

Der Wahlkreis Oberbayern und Schwaben erhält 15 Abgeordnetensitze. Davon fallen 6 Sitze auf die BVP, 6 Sitze auf die SPD, 2 Sitze auf den BBB und ein Sitz auf die Deutsche Volkspartei in Bayern - DVP. Von den 15 Abgeordneten gehört keiner der USPD an. 

19. Januar 1919
Erstmals können Frauen reichsweit wählen und gewählt werden

Deutsches Reich * Erstmals können Frauen in Deutschland reichsweit wählen und gewählt werden. 82,3 Prozent der Frauen beteiligen sich an der Wahl.

  • 300 Frauen kandidieren zur Verfassungsgebenden Deutschen Nationalversammlung. Unter den 423 Abgeordneten befinden sich 37 Frauen. Die meisten weiblichen Abgeordneten gehören der Sozialdemokratischen Partei - SPD an.
  • Rechnet man die Nachrückerinnen dazu, erreicht die Frauenquote 9,6 Prozent. Ein Wert, der erst 1983 wieder erreicht werden wird. 
10. April 1919
Eine Frauenquote für die Betriebsräte

München * Die „Leitsätze für Betriebsräte“ werden herausgegeben. Sie enthalten eine frühe Form einer Frauenquote, da sie entsprechend ihrem zahlenmäßigen Anteil eine Vertretung erhalten. Dadurch erhöht sich der Anteil der Frauen in den Betriebsräten.

Von den 1.725 Betriebsräten in München sind 233 weiblichen Geschlechts. Das sind immerhin 13,5 Prozent. In keinem anderen Rätegremium wird eine solche Quote erreicht.