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7. November 1918
Soldaten dürfen an der Friedenskundgebung teilnehmen

München-Theresienwiese * USPD, Mehrheitssozialdemokraten und Freie Gewerkschaften rufen gemeinsam zur Friedenskundgebung auf der Theresienwiese auf. MSPD und Gewerkschaften wollen dabei ihren Einfluss auf die Arbeiterschaft behaupten und die Bewegung in geordneten Bahnen halten.  

Die Stadtkommandantur verbietet Soldaten zunächst die Teilnahme. Auf Intervention zweier MSPD-Abgeordneter, darunter Erhard Auer, hebt Kriegsminister Philipp von Hellingrath die Anordnung auf. Dienstfreie Soldaten dürfen die Kasernen verlassen; ein Teil der Mannschaften bleibt als Bereitschaft zurück. 

30. November 1918
Die freien Gewerkschaften lehnen die Bürgerwehr ab

München * Eine Besprechung zwischen dem Landtags-Bibliothekar Rudolf Buttmann und Vertretern der Christlichen Gewerkschaften und der Freien Gewerkschaften findet zum Thema Bürgerwehr statt.

Gustav Schiefer, der stellvertretende Vorsitzende der Freien Gewerkschaften in München, wehrt sich vehement gegen die Pläne. Auch der anwesende Stadtkommandant Oskar Dürr und der Polizeipräsident Josef Staimer raten von einer Zustimmung ab.