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28. April 1738
Papst Clemens XII. verbietet Katholiken die Freimaurerei 

Rom * Papst Clemens XII. verurteilt mit der Bulle „In eminenti apostolatus specula“ die Freimaurerei. Er untersagt katholischen Laien und Geistlichen, Freimaurergesellschaften beizutreten, an ihren Zusammenkünften teilzunehmen oder sie zu unterstützen. Bei Zuwiderhandlung tritt die Exkommunikation ohne weiteres Urteil ein. 

Der Papst begründet das Verbot unter anderem mit der Geheimhaltung, den Verschwiegenheitseiden und der Aufnahme von Menschen unterschiedlicher Religionen. Darin sieht er eine Gefahr für Kirche und staatliche Ordnung. Über die Freimaurer heißt es sinngemäß: „Wenn sie nichts Böses täten, würden sie das Licht nicht so sehr hassen.“ 

Clemens beauftragt Bischöfe und Inquisitoren, gegen Verstöße vorzugehen. Bei Bedarf sollen sie die weltliche Obrigkeit hinzuziehen. Die Bulle bildet den Auftakt einer langen Reihe päpstlicher Verurteilungen der Freimaurerei. 

Suchbegriffe: Freimaurer, Mopsorden, Vatikan
1740
Der Mopsorden nimmt Männer und Frauen auf 

Deutschland * In der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts entsteht der Mopsorden, eine geheime Gesellschaft, die sich in ihrem Aufbau und ihren Zeremonien an der Freimaurerei orientiert. Seine Anfänge bleiben unklar. Häufig gilt der Kölner Kurfürst und Erzbischof Clemens August von Baiern aus dem Haus Wittelsbach als Gründer. Diese Zuschreibung ist jedoch nicht gesichert. Auch das vielfach genannte Gründungsjahr 1740 lässt sich nicht als eindeutiger Beginn festhalten. 

Die Entstehung des Ordens wird häufig mit dem päpstlichen Freimaurerverbot vom 28. April 1738 in Verbindung gebracht. Der Mopsorden bietet demnach insbesondere katholischen Männern und Frauen eine Möglichkeit, sich in einer ähnlichen Gesellschaft zusammenzufinden. An die Stelle eines Eides tritt ein Ehrenwort zur Verschwiegenheit. 

Anders als die damaligen Freimaurerlogen nimmt die Mopsgesellschaft auch Frauen auf. Ihnen stehen die verschiedenen Ordensgrade und Leitungsämter offen. Männliche und weibliche Vorsteher tragen die Bezeichnung „Großmops“. Geselligkeit, Freundschaft und gegenseitige Unterstützung verbinden sich mit einem spielerischen Zeremoniell. 

Als Sinnbild wählt die Gesellschaft den damals beliebten Mops. Er steht für Treue, Anhänglichkeit und Beständigkeit. Mopsfiguren und entsprechende Schmuckstücke dienen als Erkennungszeichen und verweisen auf die Zugehörigkeit zum Orden. 

Der Zirkel in der Mopsloge soll Folgendes lehren: „Gleich, wie alle Durchschnitte des Kreises durch seinen Mittelpunkt gehen, müssen alle Handlungen eines Mopses aus einer Quelle gehen, nämlich der Liebe.“ 

1. Mai 1776
Johann Adam Weishaupt gründet den Geheimbund der Illuminaten

Ingolstadt * Der Ingolstädter Professor für Kirchenrecht und praktische Philosophie, Johann Adam Weishaupt, gründet den Geheimbund der Illuminaten, dem ein Großteil der baierischen Beamtenschaft, zahlreiche Mitglieder der Landstände und Geistliche angehören und dessen Ziel die Errichtung eines fürsten- und religionslosen Weltstaates ist. 

Die Vereinigung hat von den Freimaurern wesentliche aufklärerische Grundpositionen, Organisationsformen und Rituale übernommen. Weishaupts Motive bewegen sich durchaus in die Richtung eines gesellschaftspolitischen Umsturzes.

Auch Maximilian Joseph von Montgelas gehört den Illuminaten unter dem Ordensnamen „Musäus“ an. Obwohl der Freiherr zum „Illuminatus maior“ aufsteigt, spielt er innerhalb des Geheimbundes nie eine größere Rolle.