Menü
Home Veranstaltungen Fakten Suchbegriffe Personen Jahrestage Karte Zeitensprünge Podcast

Fakten

Fakten Karte Suchbegriffe Personen Jahrestage
2000
-3000Chronik2026
Gefundene Einträge: 13
Suchergebnisse als PDF
Juli 1856
Christian August Ernst muss zurücktreten

München-Tivoli * Christian August Ernst wird von der Generalversammlung der Aktionäre gezwungen, von der Leitung der Ludwigs-Walzmühl-Gesellschaft zurückzutreten und die Mühle verhältnismäßig günstig an die Gemeinschaft der Aktionäre zu verkaufen.

Für die Mühle und und das Ausflugslokal Tivoli erhält er 59.000 Gulden. Die Aktionäre wollen keinesfalls auf das Tivoli verzichten.

5. Dezember 1870
Die Auflösung der Ludwigs-Walzmühle am Tivoli beschlossen

München-Englischer Garten - Tivoli * Weil im Gebäude der Ludwigs-Walzmühle am Tivoli inzwischen weder Tische noch Stühle vorhanden sind, findet die Generalversammlung der Königlich bayerischen Ludwigs-Walzmühl-Gesellschaft im Nebenzimmer des Gasthauses Zum Tivoli statt. Diese beschließt die Auflösung der Gesellschaft.

15. Juni 1896
Erwerb eines Bauplatzes für das Marianum

München-Untergiesing * Nachdem die Eichthal'sche Lederfabrik den Vertrag mit dem Marianum aufgekündigt hat, ist die Vereinsleitung zum Handeln gezwungen. Die Generalversammlung beschließt den Erwerb eines Bauplatzes an der Humboldt-/Ecke Claude-Lorrainstraße.

Im diesem Jahr werden im Marianum 139 Mädchen ausgebildet, davon sind neunzehn „mit körperlichen Gebrechen derart behaftet, dass sie sich anderswo nicht hätten durchbringen können“, ist im Geschäftsbericht zu lesen.

10. August 1899
Initiative für ein Ludwig II.-Denkmal

München-Au - München-Isarvorstadt * Die Generalversammlung des „Vereins zur Erbauung eines Monuments für Weiland Seine Majestät König Ludwig II. von Bayern e.V.“ beschließt die Errichtung eines Denkmals für König Ludwig II. auf der damals noch geplanten Corneliusbrücke. Der Verein sammelt dafür rund 185.000 Mark und beauftragt den Bildhauer Ferdinand von Miller mit Entwurf und Guss des 3,40 Meter hohen Denkmals. Das Monument wird später auf der Corneliusbrücke verwirklicht. 

23. Dezember 1904
Die Münchner Kindl AG fusioniert mit der Unionsbrauerei

München-Haidhausen - München-Au * Die Generalversammlung der Aktionäre der Münchner Kindl AG beschließt die Fusion mit der Haidhauser Unionsbrauerei. 

Der Zusammenschluss bündelt die Stärken beider Unternehmen und stärkt die Position der Brauerei auf dem Münchner Biermarkt nachhaltig. Das Unternehmen wächst deutlich und zählt nun zu den fünf größten Brauereien Münchens. Die Fusion markiert einen bedeutenden Meilenstein in der Entwicklung der von Joseph Schülein geführten Brauerei. 

Mit der Übernahme der Münchner Kindl AG gewinnt die Unionsbrauerei einen wirtschaftlich gleichwertigen Betrieb, der neue Wachstumsmöglichkeiten eröffnet und das Geschäft nachhaltig stärkt. Gleichzeitig geht der Zusammenschluss mit einer erheblichen finanziellen Belastung einher: Die Brauerei übernimmt hohe Schulden, die ihre weitere Entwicklung maßgeblich prägen. 

21. Oktober 1918
Der Sozialdemokratische Verein für die Wahlkreise München I und II fordert

München * Der Sozialdemokratische Verein für die Wahlkreise München I und II fasst in seiner außerordentlichen Generalversammlung den einstimmigen Beschluss 

  • zur sofortigen Parlamentarisierung und Demokratisierung der bayerischen Staatsverfassung unter Aufhebung der Reichskammer,
  • für ein Wahlrecht für beide Geschlechter, dem die Verhältniswahl zugrunde liegt,
  • sowie für die Umgestaltung der Verwaltung.
11. März 1919
Abkehr von bürgerlicher Demokratie und Parlamentarismus

München * Die Münchner USPD beschließt auf ihrer Generalversammlung eine politische Kundgebung. In dieser erklärt sie die Abkehr von der bürgerlichen Demokratie und dem bürgerlichen Parlamentarismus.

Sie sieht nur in den „aus der Revolution elementar erwachsenen Räten die Organisationsform, die notwendig ist, die Interessen aller produktiv Schaffenden in politischer und wirtschaftlicher Hinsicht zu vertreten und die kapitalistische Ordnung in eine sozialistische umzugestalten“. Erforderlich dazu ist „die Eroberung der politischen Macht durch die Räte“

6. Dezember 1921
Löwenbräu und Bürgerliches Brauhaus schließen sich zusammen

München * Die wirtschaftlichen Folgen des Ersten Weltkriegs führen zu einer weitreichenden Neuordnung der Münchner Brauwirtschaft. Die Löwenbräu AG und das Bürgerliche Brauhaus München fusionieren. 

Beide Unternehmen leiden unter den Folgen des Krieges, dem Verlust wichtiger Exportmärkte, Rohstoff- und Brennstoffmangel sowie stark gestiegenen Produktionskosten. Besonders deutlich zeigt sich die Krise beim Bürgerlichen Brauhaus: Sein Bierausstoß ist von rund 219.000 Hektolitern im Braujahr 1912/13 auf nur noch 104.000 Hektoliter 1919/20 zurückgegangen. 

Die vor dem Krieg für einen wachsenden Absatz geschaffenen Produktionsanlagen sind damit nicht mehr ausgelastet. Durch den Zusammenschluss können die beiden Brauereien ihre Herstellung, Verwaltung und Vertriebsorganisation bündeln, vorhandene Kapazitäten besser nutzen und ihre Position auf dem Münchner wie auch auf dem überregionalen Biermarkt stärken. 

Am 6. Dezember 1921 wird der Fusionsvertrag unterzeichnet und am 28. Dezember 1921 zu außerordentlichen Generalversammlungen eingeladen, auf denen die Aktionäre beider Brauereien dem Vorhaben zustimmen sollen.

28. Dezember 1921
Löwenbräu und Bürgerbräu beschließen ihre Fusion

München * Die Generalversammlungen der Löwenbräu AG und der Bürgerbräu AG stimmen der Fusion der beiden Münchner Brauereien zu. Der Zusammenschluss ist eine Reaktion auf die tiefgreifenden wirtschaftlichen Veränderungen nach dem Ersten Weltkrieg und stärkt die gemeinsame Position auf dem Münchner Biermarkt. 

Mit dem Fusionsbeschluss endet nach rund vier Jahrzehnten die Geschichte des Bürgerlichen Brauhauses als selbstständige Aktiengesellschaft. Die Tradition des alten Zengerbräu, aus dem das Bürgerliche Brauhaus hervorgegangen ist, setzt sich fortan unter dem Dach der Löwenbräu AG fort. 

Das heute von Löwenbräu gebraute Starkbier Triumphator geht auf das gleichnamige Märzenbier der Bürgerbräu AG zurück.