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28. März 1884
Carl Peters gründet die Gesellschaft für deutsche Kolonisation

Berlin * Carl Peters gründet die Gesellschaft für deutsche Kolonisation, in der überwiegend kleine Gewerbetreibende, Offiziere und Beamte sowie kleinere und mittlere Kaufleute vertreten sind. Während der Deutsche Kolonialverein das gehobene Besitz- und Bildungsbürgertum repräsentiert, ist die Gesellschaft eher nationalistisch-rassistisch geprägt und steht in harter Konkurrenz zum Deutschen Kolonialverein. 

1. Januar 1888
Die Deutschen Kolonialgesellschaft wird gegründet

Berlin * Der Deutsche Kolonialverein und die Gesellschaft für deutsche Kolonisation schließen sich offiziell zur Deutschen Kolonialgesellschaft als Dachverband der organisierten Kolonialbewegung zusammen. Sie bringt wöchentlich die Deutsche Kolonialzeitung heraus und kann ihren Mitgliederstand von 14.838 im Dezember 1887 auf über 42.000 zu Beginn des Ersten Weltkriegs steigern. 

29. Juni 2000
Die Karl-Peters-Straße erhält den Namen Ida-Pfeiffer-Straße

München-Zamdorf * Auf Antrag des Bezirksausschusses Bogenhausen wird die Umbenennung der Karl-Peters-Straße in Ida-Pfeiffer-Straße beschlossen. Die Straße erinnert künftig an die österreichische Weltreisende und Schriftstellerin Ida Pfeiffer (1797–1858), die zwischen 1846 und 1855 zweimal die Erde umrundet.  

Damit endet die Ehrung des Kolonialpolitikers Carl Peters (1856–1918). Er gehört 1884 zu den Gründern der „Gesellschaft für deutsche Kolonisation“ und treibt die deutsche Kolonialherrschaft in Ostafrika voran. Seine brutale Amtsführung und willkürliche Hinrichtungen bringen ihm den Beinamen „Hänge-Peters“ ein. 1897 wird er aus dem Reichsdienst entlassen.