Menü
Home Veranstaltungen Fakten Suchbegriffe Personen Jahrestage Karte Zeitensprünge Podcast

Fakten

Fakten Karte Suchbegriffe Personen Jahrestage
2000
-3000 Chronik 2026
Gefundene Einträge: 2
Suchergebnisse als PDF
1430
Ein fünfbändiger Entwurf für einen christlichen Idealstaat

Savoyen * Herzog Amadeus VIII. von Savoyen, der spätere Gegenpapst Felix V., lässt einen fünfbändigen Entwurf für einen christlichen Idealstaat erarbeiten. Darin dürfen keinerlei Normverstöße, erst recht keine Gotteslästerung, Häresie und Zauberei geduldet werden.

Als weltlicher Herrscher führt er in seinem Herzogtum bereits schärfere Gesetze gegen sittliche und religiöse Verstöße ein. Dabei führt Herzog Amadeus - „der Friedfertige“ - das inquisitorische Verfahren gegen Ketzer wie gegen Zauberer ein und ermuntert seine Amtsleute, mit dominikanischen und franziskanischen Inquisitoren zusammenzuarbeiten. 

27. Februar 1919
Faulhaber reagiert mit einem antijudaistischen Vorwurf auf Landauers Trauerrede 

München-Kreuzviertel * Erzbischof Michael von Faulhaber weist Gustav Landauers Würdigung Kurt Eisners zurück. Landauer vergleicht den Ermordeten in seiner Trauerrede mit Jesus und Jan Hus – Menschen, die wegen ihrer Überzeugungen verfolgt und getötet werden. 

Faulhaber empfindet diesen Vergleich als Gotteslästerung. In seinem Tagebuch schreibt er über Eisner, dieser „war ein Teil von jener Kraft, die Jesus gekreuzigt hat, nicht aber von Jesus selber“. 

Damit greift Faulhaber auf den traditionellen antijudaistischen Vorwurf einer kollektiven jüdischen Schuld am Tod Jesu zurück und richtet ihn gegen den ermordeten Ministerpräsidenten jüdischer Herkunft. Seine Reaktion verdeutlicht, wie eng sich seine Ablehnung der Revolution mit religiös begründeten judenfeindlichen Vorstellungen verbindet.