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23. Juli 1620
Die Niederschlagung des oberösterreichischen Aufstands beginnt

Haag am Hausruck - Schloss Aistersheim * Herzog Maximilian I. von Baiern überschreitet mit einem aus 30.000 Mann bestehendem Heer der Katholischen Liga die Grenze nach Österreich. Das von Tserclaes von Tilly geleitete Heer erobert das von Bauern besetzte Schloss Aistersheim. 

7. September 1701
Die Haager Große Allianz entsteht 

Den Haag * England, die Republik der Vereinigten Niederlande und Kaiser Leopold I. schließen die Haager Große Allianz. Das Bündnis soll die weitere Ausdehnung der französischen Macht verhindern und ausschließen, dass die Kronen Frankreichs und Spaniens jemals vereinigt werden. Außerdem vereinbaren die Partner die Sicherung der Niederlande, die Übertragung spanischer Besitzungen in Italien an das Haus Österreich und den Schutz ihrer Handelsinteressen. 

Damit formiert sich die entscheidende Koalition gegen Ludwig XIV. und den bourbonischen König Philipp V. von Spanien. Der Vertrag verschärft den Spanischen Erbfolgekrieg und stellt auch Kurfürst Max Emanuel vor eine folgenschwere Entscheidung: Durch sein Bündnis mit Frankreich steht Baiern künftig auf der Gegenseite der kaiserlichen Allianz.

15. Mai 1702
Die Große Allianz tritt in den Krieg ein

London - Den Haag - Wien * England, die Republik der Vereinigten Niederlande und Kaiser Leopold I. eröffnen offiziell den Krieg gegen die bourbonische Machtstellung in Frankreich und Spanien. England und die Generalstaaten erklären beiden Königreichen den Krieg. Der Kaiser erkennt Philipp V. nicht als rechtmäßigen spanischen König an und richtet seine Kriegserklärung deshalb gegen Frankreich, Philipp von Anjou und dessen Unterstützer. 

Damit weitet sich der bereits 1701 in Oberitalien begonnene Kampf zum europäischen Krieg aus. Auch die Kolonien und die Weltmeere werden zu Kriegsschauplätzen. Die Allianz will eine Vereinigung der französischen und spanischen Kronen verhindern, die spanischen Niederlande sichern und Teile des spanischen Erbes für das Haus Habsburg gewinnen. 

Kurfürst Max Emanuel von Baiern und sein Bruder, der Kölner Kurfürst Joseph Clemens, stehen auf der Seite Frankreichs. Ihre Länder geraten dadurch unmittelbar in den Krieg gegen Kaiser und Reich.

17. August 1702
Kaiser Leopold weist Max Emanuels Forderungen zurück 

München - Wien * Am Münchner Hof trifft die lange erwartete Antwort Kaiser Leopolds I. auf die Forderungen des baierischen Kurfürsten ein. Max Emanuel verlangt für ein Bündnis mit dem Kaiser weitreichende Gegenleistungen: die Anerkennung einer Königswürde für das Haus Wittelsbach, die Abtretung der Markgrafschaft Burgau und mehrerer Tiroler Herrschaften sowie das Herzogtum Mailand oder die Königreiche Neapel und Sizilien als Tauschobjekt für Baiern. 

Kaiser Leopold lehnt diese Forderungen ab und erinnert Max Emanuel an seine Pflichten als Kurfürst und Reichsstand. Damit scheitert der letzte ernsthafte Versuch, ihn auf die Seite des Kaisers und der Haager Allianz zu ziehen. 

15. Dezember 1705
Münchner Verschwörer knüpfen Verbindungen

München * Der Anzinger Posthalter Franz Kaspar Hierner trifft sich mit einem Kreis Münchner Aufstandsplaner. Dazu gehören der Weinwirt und Äußere Rat Johann Jäger, der Weinwirt Johann Georg Küttler, auch Kidler genannt, sowie der Bierbrauer Georg Hallmayr. 

Hierner sagt zu, die Gerichtsbezirke Erding, Schwaben und Haag für das Unternehmen zu gewinnen. Die Einnahme Münchens soll durch das Zusammenwirken auswärtiger Aufgebote und verbündeter Bürger innerhalb der Stadt gelingen. 

Um 1844
Das Maderbräuschlössl entsteht 

Berg am Laim * In Berg am Laim lässt der Münchner Brauer Joseph Lochner das sogenannte Maderbräuschlössl errichten. Es befindet sich ungefähr auf Höhe des heutigen Piusplatzes, nahe der Kreuzung von Aschheimer Straße und Haager Straße. 

Lochner gelangt 1844 durch die Heirat mit der Witwe des letzten Besitzers in den Besitz der Maderbrauerei im Tal. Da Michael Neher das Schlösschen bereits 1850 auf zwei Ölgemälden festhält, dürfte es zwischen 1844 und 1850 entstanden sein. Ein genaues Baujahr ist bislang nicht bekannt. 

Das neugotische Gebäude erinnert mit seinem Erker, dem Türmchen und den wehrhaft wirkenden Formen an eine kleine Ritterburg. Wer den für seine Zeit ungewöhnlichen Bau entwirft, ist nicht überliefert. 

Heute ist das Maderbräuschlössl vollständig verschwunden. Auch der Zeitpunkt seines Abbruchs lässt sich nicht sicher bestimmen. Gemälde von Michael Neher und August Seidel sowie historische Pläne bewahren jedoch das Aussehen und den Standort des Gebäudes vor dem Vergessen.