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Ab Mai 1715
Max Emanuel begnadigt frühere Anführer des Volksaufstands 

München - Kurfürstentum Baiern * Kurfürst Max Emanuel begnadigt einen Großteil der noch lebenden Anführer des baierischen Volksaufstands von 1705, die unter der kaiserlichen Verwaltung bestraft worden sind. Ehemalige Amtsträger setzt er wieder in ihre Ämter ein. Der Aufstand gegen die kaiserliche Besatzung war Ende 1705 blutig niedergeschlagen worden. 

  • Ignaz Haid kommt wieder in Freiheit
  • Hauptmann Matthias Mayer wird „ehrlich“ gesprochen und wieder in die baierische Armee aufgenommen. 
4. Februar 1916
Brauverbot fürs Starkbier das beliebte Märzenbier

München * Wegen der zunehmenden Rohstoffknappheit darf weder Starkbier noch das beliebte Märzenbier gebraut werden. Bei Verstößen gegen das Verbot drohen Haftstrafen bis zu einem Jahr oder ersatzweise bis zu 10.000 Mark Geldstrafe.

Um das Randalieren der Soldaten auf Heimaturlaub zu unterbinden, appelliert das bayerische Generalkommando an die Verwandten und Freunde der Fronturlauber, diese in Gastwirtschaften nicht mehr freizuhalten.

  • Statt für „Freibier“ sollte das Geld sinnvoller verwendet werden, etwa für den Kauf von „Liebesgaben für die Front“.
  • Das Generalkommando behält sich sogar ein allgemeines Alkoholverbot für Fronturlauber vor.
25. August 1917
Fünf Anführer des Matrosenaufstandes werden zum Tode verurteilt

Wilhelmshaven * Fünf Anführer des Matrosenaufstandes vom 5. August 1917 werden zum Tode verurteilt. Drei Todesurteile werden in Haftstrafen umgewandelt. Der Oberbefehlshaber der deutschen Flotte, Admiral Reinhard Scheer, besteht jedoch auf der Erschießung der beiden Heizer Max Reichpietsch und Albin Köbis, die als Hauptredner bei den Protestversammlungen aufgetreten waren.