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Der Reichsapfel ergänzt das baierische Wappen 

Kurfürstentum Baiern * Mit der Übertragung der Kurwürde an Herzog Maximilian I. erhält das Wappen mit Löwen und Rauten einen roten Herzschild mit goldenem Reichsapfel. Dieser kleine Schild liegt in der Mitte des Hauptschildes. 

Der Reichsapfel steht für das mit der Kurwürde verbundene Erztruchsessenamt, eines der hohen Ehrenämter im Heiligen Römischen Reich. 

Nach dem 20. Februar 1799
Ein Wappen mit bis zu 16 Feldern 

Kurpfalz-Baiern * Unter Kurfürst Max IV. Joseph, dem späteren König Max I. Joseph, erreicht das kurbaierische Wappen eine besonders aufwendige Gestalt: Der Hauptschild umfasst zeitweise bis zu 16 Felder. Hinzu kommt ein aufgelegter Mittelschild, der selbst in vier Felder geteilt ist und einen kleinen Herzschild trägt. 

Die zahlreichen Wappenbilder stehen für die vereinten Territorien und Herrschaftsansprüche des ebenfalls aus der pfälzischen Linie der Wittelsbacher stammenden Regenten.

1. Januar 1806
Das Königreich Baiern erhält sein erstes Wappen

Königreich Baiern * Das Königreich Baiern erhält sein erstes Wappen, das radikal mit der heraldischen Tradition bricht. Vor 42 baierischen Rauten steht das Herzschild als Zeichen der Kurwürde, die ja bis zur Auflösung des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation am 6. August 1806 weiterbesteht. 

4. Januar 1806
Ein vereinfachtes Wappen für das Königreich 

München - Königreich Baiern * König Max I. Joseph genehmigt nach der Erhebung Baierns zum Königreich ein vereinfachtes Staatswappen. Der Hauptschild zeigt die weiß-blauen Rauten, auch „Wecken“ genannt. In seiner Mitte liegt ein gespaltener Herzschild mit Reichsapfel und Pfälzer Löwen, über dem weiterhin der Kurhut steht. Über dem Hauptschild erhebt sich die Königskrone. Zwei Löwen dienen als Schildhalter: Der heraldisch rechte Löwe – vom Betrachter aus links – trägt ein Zepter, der gegenüberstehende ein Schwert. So verbindet das neue Wappen die Königswürde mit den Zeichen der bisherigen kurfürstlichen Herrschaft. 

20. Dezember 1806
Schwert und Zepter im Herzschild

Königsreich Baiern * Das königliche Wappen wird erneut verändert. Die weiß-blauen Rauten bleiben erhalten, ihre Zahl wird jedoch auf 42 festgelegt. 

Der zinnoberrote Herzschild zeigt nun ein blankes Schwert mit goldenem Griff, gekreuzt mit einem goldenen Zepter. Die beiden Herrschaftszeichen ersetzen den Reichsapfel und den Pfälzer Löwen. 

1835
Bayerns Regionen erhalten ihren Platz im Staatswappen 

Königreich Bayern * König Ludwig I. lässt das Staatswappen neu gestalten. Es soll die verschiedenen Landesteile und Bevölkerungsgruppen des Königreichs repräsentieren. 

Der gevierte Hauptschild zeigt im ersten Feld den Pfälzer Löwen, im zweiten den fränkischen Rechen und im dritten das Wappen der Markgrafschaft Burgau als Zeichen für Schwaben. Im vierten Feld steht der Veldenzer Löwe als Hinweis auf die Herkunft der Dynastie aus der Rheinpfalz. 

Die weiß-blauen Rauten rücken in den Herzschild und bilden damit die Mitte des Wappens.