300.000 Gulden Schulden in neun Jahren Erbprinz-Hofhaltung
Landshut - München * Nach neunjähriger Hofhaltung als Erbprinz in Landshut muss Wilhelm V. seinem Vater 300.000 Gulden Schulden eingestehen.
Landshut - München * Nach neunjähriger Hofhaltung als Erbprinz in Landshut muss Wilhelm V. seinem Vater 300.000 Gulden Schulden eingestehen.
Freising * Die Hofhaltung des Freisinger Fürstbischofs Albrecht Sigismunds entspricht seinem fürstlichen Rang und ist für einen ranghohen Kleriker nicht ungewöhnlich.
Eine zu Ehren des Kurfürsten Max Emanuel in Freising veranstaltete Feierlichkeit mit Feuerwerk, Wolfshatz, Komödie und Ball verschlingt 30.000 Gulden. Das ist mehr, als die ganze Berg am Laimer Hofmark gekostet hat.
Brüssel - München * Kurfürstin Therese Kunigunde folgt ihrem Gemahl Max Emanuel nach Baiern und kehrt mit ihren Kindern sowie dem umfangreichen kurfürstlichen Hofstaat aus Brüssel nach München zurück. Damit wird die baierische Hauptstadt nach beinahe einem Jahrzehnt wieder zum dauerhaften Mittelpunkt der Hofhaltung.
Die Rückkehr steht im Zusammenhang mit der sich zuspitzenden europäischen Krise um die spanische Erbfolge. Max Emanuel richtet seine politische und militärische Aufmerksamkeit nun verstärkt auf Baiern, während Therese Kunigunde am Münchner Hof zunehmend öffentlich hervortritt.
München * Die prunkvolle Hofhaltung von Max Emanuel lässt den Finanzbedarf in gewaltige Dimensionen anwachsen und treibt den Kurfürsten verstärkt in die Arme jüdischer Geldgeber. Auch deshalb, weil Baiern bei anderen Bankhäusern kaum noch als kreditwürdig angesehen wird. Erstmals stellt ihm der burgauische Hoffaktor Gerson Daniel Oppenheimer Geldmittel zum Teil in bar und zum Teil durch die Einlösung von Zahlungsverpflichtungen zur Verfügung.