Herzog Albrecht V. veröffentlicht ersten Index verbotener Bücher
München * Herzog Albrecht V. veröffentlicht den ersten Index verbotener Bücher, der von einer Kommission des Konzils von Trient erarbeitet worden ist.
München * Herzog Albrecht V. veröffentlicht den ersten Index verbotener Bücher, der von einer Kommission des Konzils von Trient erarbeitet worden ist.
Rom * Die zuständigen theologischen Gutachter erklären die Aussage, die Sonne stehe im Zentrum der Welt und die Erde bewege sich, für philosophisch unsinnig beziehungsweise absurd und in theologischer Hinsicht zumindest häretisch. Die römische Inquisition untersagt, den Heliozentrismus als physikalische Realität zu vertreten. Kopernikus’ Werk wird auf den Index der verbotenen Bücher gesetzt und darf erst nach Korrekturen wieder gelesen werden. Diese Änderungen sollen die Erdbewegung als bloße Hypothese erscheinen lassen.
Rom * Unter Papst Benedikt XIV. werden die allgemeinen Verbote von Schriften, die die Erdbewegung und den Stillstand der Sonne vertreten, aus den römischen Zensurbestimmungen entfernt. Die konkreten Einträge zu Kopernikus’ und Galileis Werken bleiben jedoch zunächst bestehen. Ihre Bücher stehen daher weiterhin auf dem Index der verbotenen Bücher.
Rom * Eine neue Ausgabe des kirchlichen Index der verbotenen Bücher erscheint. Die Werke von Nikolaus Kopernikus und Galileo Galilei, die zuvor wegen ihrer heliozentrischen Aussagen verzeichnet sind, werden nicht mehr aufgenommen. Damit endet auch formal ihre besondere kirchliche Zensur.
Bonn * Die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften nimmt „Die Memoiren der Fanny Hill“ auf die Liste der jugendgefährdenden Schriften auf.