Atsiz erobert Jerusalem
Jerusalem * Der turkmenische Heerführer Atsiz ibn Uwaq erobert Jerusalem und entreißt die Stadt dem schiitischen Kalifat der Fatimiden. Damit beginnt eine Zeit rasch wechselnder Herrschaften, bevor die Kreuzfahrer Jerusalem 1099 einnehmen.
Atsiz weitet seine Herrschaft aus
Syrien - Palästina * Der turkmenische Heerführer Atsiz ibn Uwaq setzt seine Eroberungen auf Kosten des schiitischen Fatimidenkalifats fort und nimmt Damaskus ein. Die anhaltenden Kämpfe erschweren auch christlichen Pilgern die Reise nach Jerusalem. Die Grabeskirche bleibt jedoch grundsätzlich zugänglich.
Atsiz schlägt den Aufstand in Jerusalem nieder
Jerusalem * Nach seinem gescheiterten Feldzug gegen Ägypten sieht sich der turkmenische Heerführer Atsiz ibn Uwaq mit einem Aufstand in Jerusalem konfrontiert. Er belagert die Stadt und verspricht den Einwohnern bei einer Übergabe Schutz. Nachdem sich die Tore öffnen, bricht er sein Versprechen und lässt zahlreiche Menschen töten. Mittelalterliche Quellen sprechen von etwa 3.000 Opfern. Verschont bleiben offenbar jene, die im Felsendom Zuflucht suchen.
Urban II. ruft zum Ersten Kreuzzug auf
Clermont * Papst Urban II. wendet sich vor den Toren der Stadt an eine große Versammlung. Er ruft die Christen des Abendlandes dazu auf, ihren Glaubensbrüdern im Byzantinischen Reich gegen die Seldschuken beizustehen und als bewaffnete Pilger nach Jerusalem zu ziehen. Den Teilnehmern stellt er unter bestimmten Voraussetzungen die Vergebung ihrer Sünden in Aussicht. Der Aufruf gibt den entscheidenden Anstoß zum Ersten Kreuzzug.
Spätere Chronisten berichten, die Menge antworte begeistert mit „Deus vult!“ – „Gott will es!“. Der Ausspruch wird zum Leitspruch der Kreuzzugsbewegung; der genaue Wortlaut der Rede und die unmittelbaren Reaktionen sind jedoch nicht zuverlässig überliefert.
Urbans Predigtreise mobilisiert die Gläubigen
Frankreich * Auf seiner weiteren Reise wirbt Papst Urban II. nachdrücklich für den Zug in den Osten. Er beschreibt ihn als bewaffnete Pilgerfahrt und als „Befreiung“ der bedrängten Christinnen und Christen im Byzantinischen Reich sowie der heiligen Stätten in Jerusalem. Muslime stellt er dabei in der zeittypischen Kreuzzugsrhetorik als Feinde des christlichen Glaubens dar.
Urban rechtfertigt den Waffengang als Ausdruck christlicher Nächstenliebe: Die Teilnehmenden sollen ihr Leben für Gott und ihre Glaubensgeschwister einsetzen. Wer sich aus religiöser Überzeugung dem Zug anschließt, dem stellt er die Vergebung seiner Sünden in Aussicht.
Die fast ein Jahr dauernde Predigtreise trägt entscheidend zur Mobilisierung bei. Urban spricht mit großer Überzeugungskraft, weckt starke Emotionen und verleiht seinem Aufruf höchste religiöse Autorität, indem er ihn als Auftrag Christi verkündet.
Nicäa fällt an Byzanz
Nicäa * Nach mehrwöchiger Belagerung gibt die seldschukische Besatzung Nicäa auf. Die erste bedeutende gegnerische Festung auf dem Weg nach Jerusalem ergibt sich jedoch nicht den Kreuzfahrern, sondern byzantinischen Truppen. Kaiser Alexios I. hat heimlich über die Übergabe verhandeln lassen und verhindert damit die Plünderung der Stadt. Viele Kreuzfahrer reagieren enttäuscht und misstrauisch, weil sie auf Beute gehofft haben.
Die Größe des Kreuzzugsheeres lässt sich nur schätzen. Vermutlich gehören ihm rund 30.000 Fußsoldaten und 4.000 bis 4.500 berittene Kämpfer an; hinzu kommen mehrere Tausend unbewaffnete Pilgerinnen und Pilger. Unter ihnen befinden sich Geistliche, Handwerker, Händler, Dienstleute sowie Frauen und Kinder.
Die zahlreichen Nichtkämpfenden erhöhen zwar den Bedarf an Nahrung und verlangsamen den Marsch, sind aber ein wesentlicher Teil des Unternehmens. Der Kreuzzug versteht sich nicht allein als Feldzug, sondern zugleich als bewaffnete Pilgerfahrt nach Jerusalem.
Der Kreuzzug gerät ins Stocken
Nordsyrien * Nach dem Sieg bei Antiochia kommt der Kreuzzug bis Januar 1099 zum Stillstand. Seuchen, Versorgungsprobleme und Streitigkeiten unter den Anführern verzögern den Weitermarsch. Besonders um die Herrschaft über Antiochia entbrennt ein Machtkampf.
Unter den einfachen Rittern und Fußsoldaten wächst der Unmut. Viele erinnern ihre Anführer an das ursprüngliche Ziel Jerusalem und drohen, notfalls ohne sie weiterzuziehen. Schließlich erzwingen sie die Fortsetzung des Kreuzzugs.
Aufbruch nach Jerusalem
Nordsyrien und Levante * Das Kreuzfahrerheer setzt seinen Marsch nach Jerusalem fort und zieht überwiegend entlang der Mittelmeerküste. Einige strategisch wichtige Burgen und Orte werden besetzt, andere umgangen. Viele örtliche Herrscher vermeiden eine offene Auseinandersetzung und sichern den Kreuzfahrern durch Abkommen, Proviantlieferungen oder Tributzahlungen den freien Durchzug.
Jerusalem ist erreicht
Jerusalem * Nach fast dreijährigem Marsch erreicht das stark geschrumpfte Kreuzfahrerheer Jerusalem. Die Stadt steht unter der Herrschaft der ägyptischen Fatimiden und wird von einer starken Garnison verteidigt.
Die Kreuzfahrer beginnen mit der Belagerung und greifen dabei auf ihre Erfahrungen aus Nicäa und Antiochia zurück. Doch die trockene Umgebung, der Mangel an Wasser und Holz sowie das Fehlen geeigneter Belagerungsgeräte erschweren zunächst jeden Angriff.
Eroberung und Massaker in Jerusalem
Jerusalem * Nach einem zweitägigen Großangriff durchbrechen die Kreuzfahrer die Befestigungen und dringen in Jerusalem ein. Für die Überlebenden des jahrelangen Marsches erfüllt sich damit das religiöse Ziel ihrer Pilgerfahrt. Von den ursprünglich aufgebrochenen Menschen erreicht jedoch nur ein kleiner Teil die Stadt. Das verbliebene Heer umfasst schätzungsweise 12.000 bis 15.000 Kämpfer; hinzu kommen unbewaffnete Pilgerinnen und Pilger.
Auf die Einnahme folgt ein Massaker. Die Eroberer töten zahlreiche muslimische und jüdische Männer, Frauen und Kinder, nehmen Gefangene und plündern Häuser sowie Heiligtümer. Einigen Bewohnern gelingt die Flucht oder sie überleben durch Schutzversprechen und Lösegeldzahlungen. Wie viele Menschen sterben, lässt sich nicht mehr zuverlässig feststellen.
Lateinische Chronisten deuten die Eroberung als göttlichen Sieg und rechtfertigen die Gewalt mit religiösen Feindbildern. Raimund von Aguilers schreibt triumphierend, die Sieger seien auf dem Tempelberg „bis zu den Knien und den Zügeln ihrer Pferde im Blut“ geritten. Das Bild ist keine wörtliche Mengenangabe, sondern eine biblisch geprägte Übertreibung – zugleich zeigt es, wie selbstverständlich der Chronist das Töten als göttliches Urteil verherrlicht.
Auch die byzantinische Geschichtsschreiberin Anna Komnena berichtet später von der Ermordung zahlreicher muslimischer und jüdischer Einwohner. Sie ist jedoch keine Augenzeugin der Eroberung.
Gottfried von Bouillon wird Herrscher Jerusalems
Jerusalem * Eine Woche nach der gewaltsamen Eroberung Jerusalems beraten die führenden Kreuzfahrer über die politische Zukunft der Stadt. Nachdem Raimund von Toulouse die Herrschaft ablehnt, wählen sie Gottfried von Bouillon zum Oberhaupt der neu entstehenden lateinischen Herrschaft.
Gottfried lässt sich nicht zum König krönen. Er führt vermutlich den Titel Advocatus Sancti Sepulchri – „Beschützer des Heiligen Grabes“ – und regiert Jerusalem bis zu seinem Tod im Juli 1100. Erst sein Bruder und Nachfolger Balduin nimmt den Königstitel an.
Der letzte Sieg des Ersten Kreuzzugs
Askalon * Unter der Führung Gottfrieds von Bouillon ziehen die Kreuzfahrer einem großen fatimidischen Heer entgegen, das aus Ägypten nach Palästina vorgedrungen ist. Bei Askalon überraschen sie die Truppen des Wesirs al-Afdal und schlagen sie in die Flucht.
Der Sieg sichert vorerst die neue christliche Herrschaft über Jerusalem und gilt als letzter großer Kampf des Ersten Kreuzzugs. Die befestigte Stadt Askalon selbst bleibt jedoch unter fatimidischer Kontrolle.
Gottfried von Bouillon stirbt in Jerusalem
Jerusalem * Gottfried von Bouillon stirbt. Sein Nachfolger als König von Jerusalem wird Balduin von Boulogne.
Papst Paschalis II. erkennt das Hospital des heiligen Johannes an
Jerusalem * Papst Paschalis II. erkennt das Hospital des heiligen Johannes in Jerusalem an.
Hugo von Payns beteiligt sich an einer Pilgerfahrt ins Heilige Land
Jerusalem * Hugo von Payns beteiligt sich erneut an einer Pilgerfahrt ins Land der Heiligkeit, bleibt aber in Jerusalem.
Balduin II. von Boulogne wird Herrscher von Jerusalem
Jerusalem * Balduin II. von Boulogne wird Herrscher von Jerusalem.
Die Gründung des Templerordens
Jerusalem * Hugo von Payns schließt sich mit einer kleinen Gruppe von Rittern zu einer geistlichen Gemeinschaft zusammen. Ihr vorrangiges Ziel ist der bewaffnete Schutz christlicher Pilger, die auf den unsicheren Straßen zwischen den Hafenstädten, Jerusalem und den heiligen Stätten unterwegs sind. König Balduin II. und der lateinische Patriarch von Jerusalem unterstützen die Gemeinschaft.
Der König überlässt den Rittern Räume in seinem Palast auf dem Tempelberg, nahe der heutigen al-Aqsa-Moschee. Da die Kreuzfahrer diesen Ort für den Standort des biblischen Tempels Salomos halten, nennt sich die Gemeinschaft "Pauperes commilitones Christi Templique Salomonici" – „Arme Gefährten Christi und des Tempels Salomos“. Daraus entsteht die Kurzbezeichnung Templer.
Die Ritter verpflichten sich zu Armut, Keuschheit und Gehorsam. Anfangs besitzen sie kaum eigene Mittel und sind auf Schenkungen angewiesen. Erst das Konzil von Troyes erkennt die Gemeinschaft 1129 offiziell als geistlichen Ritterorden an und gibt ihr eine verbindliche Ordensregel.
Ein Graf wird Templer
Jerusalem * Graf Hugo von Champagne verzichtet auf seine weltliche Herrschaft und tritt dem noch jungen Templerorden bei. Dass sich ein bedeutender französischer Adliger den bislang kleinen und armen Rittergemeinschaft anschließt, steigert deren Ansehen erheblich und stärkt ihre Verbindungen zum europäischen Hochadel.
Hugos Eintritt fördert die Bekanntheit des Ordens. Der große Zustrom an Geld, Land und Besitz beginnt jedoch vor allem nach der kirchlichen Anerkennung der Templer auf dem Konzil von Troyes im Jahr 1129.
Die Karmeliter erhalten eine Ordensregel
Jerusalem * Nach der im Jahr 1171 vom Patriarchen Albert zu Jerusalem gegeben Ordensregel müssen die Karmeliter
- in abgewandten Zellen leben,
- sich abwechselnd bei Tag und in der Nacht mit Handarbeiten und Gebet beschäftigen,
- dürfen nichts Eigenes besitzen,
- niemals Fleisch essen
- und haben zu bestimmten Stunden gänzlich zu schweigen.
Der Orden der Brüder der Seligen Jungfrau Maria vom Berge Karmel ist - neben den Franziskanern, Dominikanern und den Augustiner-Eremiten - einer der vier großen Bettelorden der katholischen Kirche.
Die Bezeichnung Karmelit leitet sich von Karmel, einer rund fünfzig Kilometer langen, aus dem Meer auf eine Höhe von bis zu 552 Metern aufragende Gebirgskette in Palästina, ab. Karmel bedeutet Baumgarten und bezieht sich auf den vorhandenen Wasserreichtum, der einen fruchtbaren Bergwald entstehen ließ. In den zahlreichen Klüften und Höhlen des Bergmassivs siedelten sich bereits im Altertum Propheten an.
Nach der Eroberung Palästinas durch die Kreuzritter ließen sich auf den heiligen Bergen Einsiedler und Mönche nieder, um hier - nach dem Ideal weltabgewandter Askese und in strengster Armut - zu leben.
Jerusalem fällt in die Hände der Muslime
Jerusalem * Jerusalem fällt in die Hände der Muslime. Das Haupthaus der Tempel-Ordensritter wird daraufhin nach Akkon verlegt.
Saladin schlägt das christliche Heer. Er lässt 230 halb tot gefangen genommene Templer hinrichten. Bezogen auf die Tempelherren und die Johanniter meint Saladin: „Ich will die Erde von diesen zwei schändlichen Bruderschaften reinigen, die niemals ihre Feindschaft aufgeben und keinen Dienst als Sklaven leisten.“
Daraufhin übergeben Die Tempelherren übergeben erstmals ihre Burgen kampflos und zahlen sogar Geld für ihren Abzug.
Die Karmeliter erhalten ihre erste Lebensordnung
Akkon - Berg Karmel * Die Einsiedler auf dem Berg Karmel bitten Albert von Vercelli, den lateinischen Patriarchen von Jerusalem, um eine verbindliche Lebensordnung. Zwischen 1206 und 1214 verfasst er für sie eine formula vitae, aus der später die Karmeliterregel hervorgeht.
Die Brüder sollen in getrennten Zellen leben, regelmäßig beten und arbeiten sowie auf persönlichen Besitz verzichten. Fleisch dürfen sie nur im Krankheitsfall essen. Vom Abendgebet bis zum folgenden Morgen gilt ein strenges Schweigegebot. Ein gewählter Prior leitet die Gemeinschaft, während eine gemeinsame Kapelle ihr geistliches Zentrum bildet.
Die Regel gibt den zuvor lose verbundenen Einsiedlern eine feste Ordnung und schafft die Grundlage für den späteren „Orden der Brüder der seligen Jungfrau Maria vom Berge Karmel“. Papst Honorius III. bestätigt die Lebensform im Jahr 1226.
Streit um den weißen Ordensmantel
Heiliges Land * Zwischen den Templern und dem aufstrebenden Deutschen Orden kommt es zum Streit über dessen Ordenskleidung. Die Templer beanspruchen den weißen Mantel als besonderes Kennzeichen ihrer Ritterbrüder und wenden sich dagegen, dass auch Deutschordensritter diese Farbe tragen.
Kaiser Friedrich II., ein einflussreicher Förderer des Deutschen Ordens, weist die Templer an, dessen Mitglieder wegen ihrer weißen Mäntel nicht zu behindern. Der schwarze Mantelkreuz unterscheidet die Deutschordensritter weiterhin deutlich von den Templern, die später ein rotes Kreuz auf weißem Grund tragen.
Die Templer halten an ihren Kreuzzugsplänen fest
Zypern - Frankreich * Nach dem Verlust ihrer Stützpunkte an der syrischen Küste steht die militärische Zukunft des Templerordens infrage. Großmeister Jacques de Molay hält jedoch an dem Ziel fest, einen neuen Kreuzzug zur Rückgewinnung Jerusalems vorzubereiten. Zypern bleibt das Zentrum dieser Bemühungen.
Zugleich verfügt der Orden in Frankreich über bedeutende Besitzungen, weitreichende Privilegien und enge Verbindungen zur königlichen Finanzverwaltung. Seine unmittelbare Unterstellung unter den Papst begrenzt den Zugriff weltlicher Herrscher, schützt ihn aber nicht dauerhaft vor deren Eingriffen.
Grundsteinlegung für die Synagoge an der Theaterstraße
München-Angerviertel * Der Grundstein für das jüdische Gebetshaus in der Westenriederstraße, damals noch Theaterstraße genannt, wird gelegt. Eine im Grundstein eingelassene Münze trägt die Inschrift:
„Mit allergnädigster Erlaubnis Seiner Majestät des Königs wurde der Grundstein zur Synagoge gelegt am zweyten Tag der Woche am ersten Monatstag Ab 5585.“
Die Pläne für das Bauwerk stammen vom königlichen Baurat Jean Baptiste Métivier. Er steht vor der Herausforderung, dass die Lage des Grundstücks mitten in einer geschlossenen Häuserzeile die traditionelle Anordnung der Eingänge erschwert. Der Thoraschrein muss stets nach Osten, in Richtung Jerusalem, ausgerichtet sein. Da sich unmittelbar an der Ost- und Westseite Nachbarhäuser befinden, können die Zugänge für Frauen und Männer dort nicht angelegt werden.
Métivier löst dieses Problem, indem er die Eingänge seitlich in die Straßenfassade integriert.
- Die Synagoge verfügt daher über zwei getrennte Portale mit jeweils eigenen Zugängen für Männer und Frauen.
- Kleine vorgelagerte Eingangsrisalite mit klassizistischen Dreiecksgiebeln betonen die Eingangsbereiche.
- Von dort führt eine Vorhalle in den eigentlichen Betsaal.
Bemerkenswert ist zudem die bewusst zurückhaltende Gestaltung der Fassade. Das Gebäude soll sich möglichst unauffällig in die Häuserzeile der damaligen Theaterstraße einfügen und auf den ersten Blick nicht als Synagoge erkennbar sein. Diese Architektur spiegelt die gesellschaftliche Situation der jüdischen Gemeinde im frühen 19. Jahrhundert wider.
Britische Soldaten marschieren in Jerusalem ein
Jerusalem * Britische Soldaten marschieren in Jerusalem ein und beenden damit die 673 Jahre währende osmanische Herrschaft.
Lena Christ bittet den Zentralrat um finanzielle Unterstützung
München * Die Schriftstellerin Magdalena Jerusalem, genannt Lena Christ, bittet den Zentralratsvorsitzenden Ernst Toller um finanzielle Unterstützung. „Zurzeit habe ich fast 600 Mark Schulden und gar keine Einnahme. Ich muss alle Tage etwas von meinen sauer erworbenen Sachen verkaufen. Bitte unterstützen Sie mich durch eine einmalige größere Summe oder durch ein Monatsgeld, damit ich wieder aufschnaufen kann.“
Sie endet ihr Schreiben mit dem Satz: „Ich bitte aber inständig, meine Bitte nicht in der Zeitung zu veröffentlichen!“
Der Sitz des Templer-Ordens ist in Jerusalem
Jerusalem * Der Sitz des Templer-Ordens ist in Jerusalem.
Das Internationale Generalsekretariat des Templer-Ritterordens in Köln
Köln * Der Templer-Ritterorden nennt sich jetzt „Ordo Militiae Templi Hierosolymitani“ - „Christlicher Ritterorden vom Tempel zu Jerusalem“. Der Sitz des Internationalen Generalsekretariats ist Köln.
- Der Orden hat circa fünftausend Mitglieder und ist in dreißig Priorate gegliedert.
- An der Spitze der Ordensleitung steht ein Großmeister.
- Männer und - inzwischen auch - Frauen können ab dem 18. Lebensjahr Ordensritter und Ordensdamen werden.
- Ziele des Ordens, der auch karitativ tätig ist und Einrichtungen in Palästina und Israel unterstützt, sind die „Förderung der Einheit aller Christen“ und der „Erhalt der christlichen Kultur des Abendlandes“.