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18. Januar 1701
Kurfürst Friedrich III. krönt sich zum „König in Preußen“ 

Königsberg * Der brandenburgische Kurfürst Friedrich III. setzt sich in der Schlosskirche von Königsberg eigenhändig die Krone auf und krönt anschließend seine Gemahlin Sophie Charlotte. Als Friedrich I. führt er fortan den Titel „König in Preußen“. Die Selbstkrönung soll zeigen, dass er seine Königswürde keinem weltlichen Herrscher verdankt. 

Der Titel bezieht sich auf das souveräne Herzogtum Preußen, das außerhalb des Heiligen Römischen Reiches liegt. In Brandenburg bleibt Friedrich weiterhin Kurfürst, da innerhalb des Reiches grundsätzlich nur der Herrscher Böhmens eine Königskrone trägt. 

Kaiser Leopold I. erkennt die Rangerhöhung an, nachdem Friedrich ihm militärische Unterstützung im bevorstehenden Spanischen Erbfolgekrieg zugesichert hat. Die Krönung bildet einen entscheidenden Schritt beim Aufstieg Brandenburg-Preußens zur europäischen Großmacht. 

1. August 1714
Georg Ludwig von Hannover wird König von Großbritannien 

London - Hannover * Königin Anne stirbt ohne überlebende Kinder. Nach der im Act of Settlement geregelten Thronfolge wird Georg Ludwig, Kurfürst von Hannover, als Georg I. König von Großbritannien und Irland. Mit Anne endet die Herrschaft des Hauses Stuart; mit Georg beginnt die des Hauses Hannover. 

1. Januar 1806
München als Ort der Eheschließung

München-Graggenau * Der Brautvater, König Max I. Joseph, hat zwei Forderungen:

  • Erstens soll der Ort der Trauung zwischen der baierischen Prinzessin Auguste Amalie mit dem Stiefsohn Napoleons, Eugène Beauharnais, soll München und nicht Paris sein.
  • Zum Zweiten soll sein zukünftiger Schwiegersohn die Königskrone von Italien erhalten.

Mit der Verhandlung wird Minister Maximilian Joseph Freiherr von Montgelas beauftragt, der München als Ort der Eheschließung durchsetzen kann, allerdings an der Erhebung Eugénes zum König Italiens scheitert. Immerhin bleibt er aber Vizekönig. 

4. Januar 1806
Ein vereinfachtes Wappen für das Königreich 

München - Königreich Baiern * König Max I. Joseph genehmigt nach der Erhebung Baierns zum Königreich ein vereinfachtes Staatswappen. Der Hauptschild zeigt die weiß-blauen Rauten, auch „Wecken“ genannt. In seiner Mitte liegt ein gespaltener Herzschild mit Reichsapfel und Pfälzer Löwen, über dem weiterhin der Kurhut steht. Über dem Hauptschild erhebt sich die Königskrone. Zwei Löwen dienen als Schildhalter: Der heraldisch rechte Löwe – vom Betrachter aus links – trägt ein Zepter, der gegenüberstehende ein Schwert. So verbindet das neue Wappen die Königswürde mit den Zeichen der bisherigen kurfürstlichen Herrschaft. 

2. Februar 1817
Graf Maximilian Joseph von Montgelas erhält seine Entlassungsurkunde

München-Kreuzviertel * Mit den Worten: „Sonntag um elf Uhr werde ich mich bei Ihnen einfinden; adieu mon cher Montgelas. Ich hoffe, Sie in besserer Gesundheit anzutreffen, als ich Sie verlassen habe“, hat der baierische Herrscher sein Kommen für den 2. Februar 1817 angekündigt. Doch statt dem König fährt ein Bote mit der Entlassungsurkunde in der Tasche in das Palais am Promenadeplatz. 

Der abgesetzte Minister erhält nicht einmal die Gelegenheit, sich zu den Vorwürfen zu äußern. Das Kündigungsschreiben ist so formuliert, als hätte der Graf selbst aus gesundheitlichen Gründen gebeten, „ihn der ganzen Last der ihm bisher anvertrauten Staatsämter zu entheben“. Graf Maximilan Joseph von Montgelas schweigt nach der Überreichung des Schreibens erst einmal eine Viertelstunde und äußert sich dann nur über die - aus seiner Sicht - viel zu niedrige Höhe der Pension. 30.000 Gulden erhält der Neurentner, statt der 36.000 Gulden, die er als aktiver Minister erhalten hat.

Das ist also der Dank des Hauses Wittelsbach für den Mann, der ihnen in jahrzehntelanger Arbeit das Land vergrößerte, einen modernen Staat geschaffen und die Königskrone errungen hatte. Doch für Kronprinz Ludwig ist der Minister, der Baiern geformt, reformiert und modernisiert hat, einfach zu „unteutsch“.

In dieser Zeit kursieren zudem Schmähschriften, in denen Montgelas unterstellt wird, er sei nur ein „halber Baier“ und gehöre der alles unterjochenden französischen Nation an. Als Ernestine von Montgelas nach der Entlassung ihres Mannes als Minister die Gruppierung der Verschwörer an der Hoftafel beschimpft, erhält sie lebenslanges Hofverbot.

Kein Wunder, dass der ansonsten denkmalgeile König Ludwig I. dem Architekten des modernen Baiern kein Bronzestandbild setzen lässt, wohl aber seinem Mitverschwörer Fürst Carl Philipp von Wrede. Danach bewirkt eine deutsch-national gestimmte bayerische Geschichtsschreibung, dass Montgelas bei den Bayern in keinem guten Andenken bleibt.

Nach der Entlassung des Grafen Maximilian Joseph von Montgelas werden die Ministerien neu aufgeteilt. Das Portefeuille des Äußeren erhält Alois Graf von Rechberg, das des Inneren Friedrich Graf von Thürheim und das der Finanzen Maximilian Freiherr von Lerchenfeld.

Um den 1. November 1831
Prinz Carl lehnt die griechische Königskrone ab

München * Die Griechen und die griechischen Schutzmächte Großbritannien, Frankreich und Russland  erhoffen sich durch einen über den Parteien stehenden, neutralen „christlichen erblichen Fürsten“ das Land stabilisieren zu können. Da England, Frankreich und Russland um die Einflussnahme in Griechenland konkurrieren, soll der künftige Herrscher jedoch einem politisch eher unbedeutendem Fürstenhaus entstammen.

Eine Wahl fällt auf den bayerischen Prinzen Carl, dem jüngeren Bruder König Ludwigs I.. Als ihm über die französische Regierung - vom Bruder nachhaltig unterstützt - die griechische Königskrone angetragen wird, macht dieser aber keinen Hehl daraus, dass ihm an Politik und Macht nichts liegt und er in Hinblick auf die Krone keinerlei Ehrgeiz entwickelt. 

Prinz Carl widmet sich lieber seiner militärischen Karriere und seiner Familie. Ohne auch nur nachzudenken, lehnt er deshalb das Angebot umgehend ab. Das ist auch nicht verwunderlich, denn die Lage Griechenlands ist desolat. Das Land ist ausgeblutet und wirtschaftlich kaum entwickelt. 

5. November 1921
Anspruch der Wittelsbacher auf die bayerische Krone

München-Kreuzviertel * Bei seiner Traueransprache erneuert der erstgeborene Sohn Ludwigs III., Ex-Kronprinz Rupprecht von Bayern, den Anspruch der Wittelsbacher auf die bayerische Krone.  

Doch die Befürchtungen der konservativen bayerischen Staatsregierung, dass die Trauerzeremonie mit der Proklamation Rupprechts zum neuen König von Bayern enden würde, erfüllen sich nicht, da sowohl der Ex-Kronprinz als auch der Regierungspräsident Gustav von Kahr den Zeitpunkt für noch nicht geeignet halten.