Die katholisch- kaiserliche Armee steht westlich vor Prag
Prag * Die katholisch- kaiserliche Armee steht westlich vor Prag.
Prag * Die katholisch- kaiserliche Armee steht westlich vor Prag.
Oberösterreich * Eine baierisch-kaiserliche Armee besiegt in vier blutigen Schlachten die sich tapfer und verzweifelt wehrenden Bauern in Oberösterreich vollständig. 8.000 Bauern kommen dabei ums Leben.
Ende November herrscht wieder Ruhe im Land. Ein weiterer Widerstand der Untertanen ist nicht mehr zu befürchten.
Buda/Ofen * Die kaiserliche Armee zieht sich unter Beteiligung der baierischen Regimenter aus Buda/Ofen zurück. Die Schuld am Misslingen der Belagerung von Buda wird Ernst Rüdiger von Starhemberg aufgebürdet, obwohl er am Anfang als Einziger gegen diese Belagerung war.
Passau - Neuburg am Inn * Kaiserliche Truppen, die seit Dezember 1702 im Hochstift Passau stehen, besetzen Neuburg am Inn. Sie wollen damit einen strategisch wichtigen Flussübergang sichern und einem möglichen baierischen Vorstoß nach Oberösterreich zuvorkommen. Angehörige der Besatzung plündern außerdem das benachbarte Kloster Vornbach.
Die Besetzung bildet einen ersten unmittelbaren Vorstoß gegen den baierischen Machtbereich.
München - Baiern * Die Kaiserliche Administration beendet die bislang weitgehend unkontrollierten Anwerbungen durch militärische Kommandos und überträgt die Rekrutierung den örtlichen Zivilbehörden.
Innerhalb von sechs Wochen müssen jeweils vier Höfe einen wehrfähigen Mann für die kaiserliche Armee stellen. Die hohe Forderung greift tief in das Leben und die Arbeitsfähigkeit der bäuerlichen Familien ein. Da die Behörden kaum genügend Rekruten erhalten, verschärft sich der Druck auf die Landbevölkerung weiter.
Lenggries * Im Isarwinkel protestiert die Bevölkerung gegen die gewaltsame Einziehung wehrfähiger Männer in die kaiserliche Armee. Die Zwangsrekrutierungen bedrohen nicht nur Freiheit und Leben der Betroffenen, sondern entziehen den bäuerlichen Höfen auch dringend benötigte Arbeitskräfte.
Der Widerstand bei Lenggries zeigt, dass die Unruhen inzwischen auch das baierische Oberland erfassen. Aus der Ablehnung der Rekrutierungen entwickelt sich in den folgenden Wochen eine breitere Erhebung gegen die Kaiserliche Administration.
Benediktbeuern * Die Zwangsrekrutierungen lösen auch im Klostergericht Benediktbeuern offene Unruhen aus. Einwohner widersetzen sich der Einziehung wehrfähiger Männer in die kaiserliche Armee und protestieren gegen die damit verbundenen Eingriffe in ihre Gemeinden und bäuerlichen Haushalte.
Die Tumulte zeigen, dass der Widerstand gegen die Kaiserliche Administration nun auch im baierischen Oberland wächst.
Valley * In Valley kommt es zu offenen Unruhen gegen die gewaltsame Einziehung wehrfähiger Männer in die kaiserliche Armee. Die Bevölkerung widersetzt sich den Rekrutierungsmaßnahmen, durch die Familien ihre Söhne und bäuerliche Höfe dringend benötigte Arbeitskräfte verlieren.
Die Tumulte zeigen, dass sich der Widerstand gegen die Kaiserliche Administration im Oberland weiter ausbreitet.
Hohenlinden * In Hohenlinden stehen sich 60.000 Österreicher - samt den zwangsverbündeten Baiern - 56.000 französischen Soldaten gegenüber. Bei Schneetreiben und kaltem Wind besiegen die Franzosen unter Marschall Jean-Victor-Marie Moreau in der Schlacht von Hohenlinden die kaiserliche Armee unter der Führung von Erzherzog Johann vernichtend.
München * Da sich in München zunächst die Nachricht verbreitet, die Österreicher hätten in der Schlacht in Hohenlinden gewonnen, macht sich die Angst breit, nun könnten die zurückgebliebenen französischen Truppenteile Verteidigungsmaßnahmen ergreifen, die sich für die Stadt als gefährlich erweisen würden.
Um ihn davon abzubringen, bietet man dem Platzkommandanten Briant 100 Luisdors an. Briant lehnte das Ansinnen ab, weil diese Summe für einen Platzkommandanten zu „unwürdig“ sei, mit 200 Luisdors wäre er allerdings schon einverstanden gewesen. Der Magistrat lässt ihm daraufhin den Betrag überreichen. Erst später verbreitet sich die Siegesmeldung der Franzosen.
Anschließend ziehen sich die Österreicher hinter ihre Grenze zurück. Die Baiern haben dagegen die Franzosen als Besatzungsmacht im Land und müssen sechs Millionen Gulden Kontribution, die Staatseinnahmen eines Jahres, zahlen.
Die Landschaft verlangt daraufhin, dass das Kurfürstentum Baiern kein Bündnis gegen Frankreich mehr eingehen dürfe. Ein politisches Zusammengehen mit Österreich ist somit für die nächsten Jahre ausgeschlossen.